Letztes Video der Flugrekords-Serie von solaris8x86 (aka KM) mit einer Bebop 2

Gestern wurde das letzte Video aus der spannenden Flugrekords-Serie von dem User solaris8x86 (aka KM) veröffentlicht. Diesmal ist nicht alles in einem Take gefilmt sondern mit vielen Schnitten und aus verschiedenen Perspektiven – das Video erzählt eine kleine Geschichte wie sich die Drohne aufmacht um seinen RC-Kumpel zu grüßen.

In dem Video fliegt er 1.3km mit einem iPad mini direkt verbunden über WLAN mit einer Bebop 2 Drohne und ohne SkyController.

Die Bebop 2 Drohne ist sehr stark modifiziert und wurde hier im Bebop 2 Forum auch schon vorgestellt. Zu seinem Setup gehört unter anderem ein Ubiquit Bullet M5 Router + 2W (zwei Watt) Verstärker.

Angefangen hat KM die Flugrekord-Serie mit der AR.Drone 1, dann wurde sie mit der AR.Drone 2 fortgesetzt, über die Bebop 1 und endet schließlich mit der Bebop 2. Interessanterweise liegt der tatsächliche Reichweitenrekord aus seiner Serie bei 1.6km (1630m um genau zu sein), geflogen mit einer AR.Drone 2.

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Reichweite der AR.Drone vergrößern

Herrlich diese Werbevideos von Parrot. Ein junger Mann sitzt auf dem Dach mit seinem iPad in der Hand und fliegt durch die ganze Stadt, unterhält Kinder, filmt die Gegend und „flirtet“ (soweit man das mit einer AR.Drone kann) nebenbei noch mit 2 jungen Damen. Super – wer möchte das nicht?

Kauft man sich dann die AR.Drone und ist zuhause in keinem Werbefilmchen sondern in der Realität stößt man doch recht schnell an die Reichweite von 30 bis 70 Metern, je nach Steuergerät und Störungsquellen in seiner Umgebung. Deshalb ist eine der häufigeren Fragen bei uns im deutschen AR.Drone Forum „Wie kann mann die Reichweite der AR.Drone erhöhen?“

Grundsätzlich gibt es zwei Klassen von Dingen die man unternehmen kann um die Reichweite der AR.Drone zu erhöhen. Die „Voodoo“-Kategorie: man unternimmt wenig und es bringt wenig bis gar nichts. Oder man unternimmt eine größere Änderung und erreicht damit auch wirklich eine größere Reichweite und ein völlig neues Steuererlebnis.

Reichweiten-Voodoo: geringer Einfluss auf die Reichweite der AR.Drone

Ich möchte in diesem Artikel alle mir bekannten Möglichkeiten abdecken und beginne mit der „Voodoo“ Kategorie.

Steuergerät „richtig“ halten.

Um die Reichweite zu optimieren sollte man das Gerät so halten, dass die WLAN Antenne oben ist. Beim iPhone 5 und 5S hält man es dazu so, dass der Home Button (der Runde) links ist. Bei den Vorgängermodellen, so dass der Home Button rechts ist.

Außerdem sollte man es vermeiden die WLAN Antenne mit dem Finger zu berühren.

Das iPad hat eine größere WLAN Reichweite als das iPhone

Das iPad hat bauartbedingt eine größere WLAN Reichweite als das iPhone, wer beide Geräte hat kann sich überlegen ob er nur noch mit dem iPad fliegen will.

Es gibt Hüllen die die Reichweite verbessern (sollen). Das könnte theoretisch gehen, leider wurde mir bisher noch keine zum Test zur Verfügung gestellt. Deshalb kann ich das nicht bestätigen, Erfahrungsberichte von solchen WLAN Verstärkerhüllen könnt ihr gerne als Kommentar schreiben. Zuviel sollte man sich davon, meiner Meinung nach, nicht erwarten.

In eine ähnliche Kerbe schlagen auch verschiedene iPhone oder iPad Halterungen die man zum Beispiel an den 60Beat Controller anbauen kann.

Dadurch, dass das iPhone nicht mehr in der Hand gehalten hat erhöht sich die Reichweite (möglicherweise) um wenige Meter. Es spielt dabei eine große Rolle wieviel man mit der Hand abdeckt würde.

Großer Einfluss auf die Reichweite der AR.Drone

Kommen wir jetzt zu den Möglichkeiten die wirklich spürbar mehr Reichweite für die AR.Drone bringen.

Mehr Reichweite durch externe WLAN Antenne

Durch das nach Außen führen der WLAN Antenne bzw durch das Ersetzen der vorhandenen Antenne durch eine bessere Antenne kann man die Reichweite deutlich erhöhen.

Dies erfordert einen etwas größeren Eingriff an der AR.Drone und ist deshalb sehr schadensträchtig, außerdem gibt es beim Verändern von Antennen immer sehr viel zu beachten. So hat fast jedes Land unterschiedliche, maximale Sendeleistungen, die einzuhalten sind. Damit das mehr Spass macht, gibt es Angaben in Milliwatt, die äquivalente isotope Sendeleistung EIRP und seltener dBm in die man sich zumindest einlesen sollte.

Externe WLAN Antenne AR.DroneWie man beim Einbau vorgehen muss und wie das alles aussieht, zeigt euch Kyle Tarpley in diesem schönen Video.

In seinem AR.Drone Shop bietet er auch die externe WLAN Antenne als Umbau-Kit an. Zum Beitrag mit dem Video.

Erfahrungsgemäß bringen die folgenden Tipps mehr Reichweite für die AR.Drone und sind nicht so problematisch umzusetzen und weniger schadensträchtig.

WLAN verstärken durch einen Repeater oder Range Extender

Das schöne an einem WLAN Repeater ist, dass man so gut wie keinen Konfigurationsaufwand treiben muss. Das (unverschlüsselte) WLAN der AR.Drone wird  verstärkt und in der Regel funktioniert dies einfach.

Die Vorteile dabei: an der AR.Drone selbst müssen überhaupt keine Veränderungen vorgenommen werden, alles verhält sich weiterhin so wie man es gewohnt ist. D.h. man kann weiterhin mit seiner Lieblings App steuern, hat immer ein Videobild und ist auch sonst nicht eingeschränkt.

Deshalb, meiner Meinung nach, für Einsteiger die erste Wahl wenn es um die Vergrößerung der Reichweite geht. Hier habt ihr mit wenig Geldeinsatz und ohne Veränderungen an der AR.Drone vornehmen zu müssen, den größten Reichweitengewinn.

Im Forum gibt es dazu einen eigenen Bereich: AR.Drone und WLAN Verstärker.

Reichweite AR.DroneGerne erwähne ich hier meinen Bekannten aus Japan: Solaris8x86.

Er hat schon viele, unglaubliche Reichweiten-Rekorde mit seinen schönen AR.Drone veröffentlicht.

Mit seinem WLAN Setup ist er schon weit über 1km geflogen und zwar ganz normal mit der App und dem iPad Mini.

Seine Videos sind immer wieder ein Wahnsinn anzuschauen, Grüße an dieser Stelle!

Einbindung in ein bestehendes WLAN Netzwerk

Mit dieser Methode die Reichweite der AR.Drone zu vergrößern macht eigentlich keinen Sinn, ich möchte sie der Vollständigkeit halber trotzdem erwähnen.

Bei einer Konfiguration in ein bestehendes (unverschlüsseltes) Netzwerk aus Router und Accesspoints sieht die Sache schon anders aus. Dort muss man zumindest mit IP Adressen fummeln, da die AR.Drone (ohne Veränderung der Software) zwingend die IP Adresse 192.168.1.1 verlangt.

Es ist dann einfacher ihr ändert die IP Adresse des Routers zum Beispiel auf 192.168.1.254 anstatt zu versuchen die IP Adresse der AR.Drone im Linux umzubiegen.

Solltet ihr trotzdem eins der vorhandenen Shellscripte verwenden, rate ich es immer manuell auszuführen. Bindet es nicht in die Startupscripte ein, da haben sich schon viele die Finger verbrannt und die AR.Drone baut „plötzlich“ kein WLAN Netzwerk mehr auf. Ohne das WLAN kommt man nicht mehr in die Shell und muss die AR.Drone entweder über ein selbstgebautes Kabel flashen oder benötigt ein neues Mainboard.

Der Mirumod

Reichweite mit dem Mirumod vergrößernDer Mirumod steht für den Umbau der AR.Drone auf eine RC Fernsteuerung wie man sie  aus dem Modellbaubereich kennt.

Dazu wird ein Arduino zwischen den seriellen Port der AR.Drone und dem RC Empfänger gelötet.

Ein übersichtlichen Artikel findet ihr unter RC Umbau der AR.Drone mit dem Mirumod.

Es gibt außerdem einen eigenen Bereich im Forum dazu. Mit dieser Methode kommt man in Reichweitebereiche bei denen man die AR.Drone gar nicht mehr richtig erkennen kann, muss sich jedoch auch an eine neue Steuerungsmöglichkeit gewöhnen.

Die Nachteile dabei: man gibt den Videostream auf und muss schon etwas Geld in die Hand nehmen um so fliegen zu können. Das Gefühl ist aber einzigartig, ich habe noch keinen erlebt der bei einem Treffen, von dieser Art der Steuerung, nicht begeistert war.

Fighting the Walrus

Fighting the Walrus, sollte mal „ungeahnte Reichweiten“ bringen. Inzwischen wird es immer wahrscheinlicher, dass man hier nicht weiter kommt als mit dem Mirumod.

Fighting the WalrusAuf den Videostream muss man auch bei dieser Methode verzichten, dafür kann man weiterhin die App zum Steuern benutzen.

Einen frühen Artikel habe ich unter Fighting Walrus Radio erhöht die Reichweite der AR.Drone dazu geschrieben.

Die Produktion wird seit Mai 2013 immer wieder verschoben.

 

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