Vergleich der Modellflug-Versicherungsnachweise der DMO und des DMFV

Nachdem ich im Januar von der DMO (Deutsche Modellsport Organisation) zu dem DMFV (Deutscher Modellflieger Verband e.V.) gewechselt bin, wurde ich im AR.Drone Forum angeschrieben ob ich den Versicherungsnachweis des DMFV mal zeigen könnte.

Deshalb, im Anschluss an meinen Artikel „Braucht man eine spezielle Versicherung für die AR.Drone oder den DJI Phantom?“ stelle ich euch heute beide Versicherungsnachweise vor. Es soll dabei nicht um Unterschiede in den Leistungen gehen, sondern nur darum was man von beiden Versicherern in die Hand bekommt, wie die Nachweise aussehen, wie praktisch sind sie und wie sie (nach meinen persönlichen Erfahrungen) auf andere wirken.

Der Versicherungsnachweis der DMO

Der Versicherungsnachweis der deutschen Modellsport Organisation.

Der Nachweis der DMO Versicherung wird einfach von der Rechnung abgetrennt und ist aus normalem Papier.

Das Format ist für die meisten Geldbeutel etwas unpraktisch, man kann es aber gut im Senderkoffer unterbringen.

Nicht zuletzt durch den perforierten Rand wirkt der Nachweis insgesamt irgendwie schmuddelig, selbst wenn er ganz neu ist.

Wenn er ein paar Monate im Senderkoffer rumgeflattert ist, kommen zu dem ausgefransten Look zusätzliche Falten und Verschmutzungen hinzu.

Text der Rückseite des DMO Nachweis

Modell-Halter-Haftpflichtversicherung
nur bei DMO: ein Beitrag für drei Modellsportarten
für Flugmodelle, für Schiffsmodelle, für Automodelle } Deckungssumme 1.500.000 Euro pauschal für Personen- und/oder Sachschäden.

Modell-Halter-Haftpflichtversicherung mit erhöhter Deckungssumme 3.000.000 Euro pauschal für Personen- und/oder Sachschäden.

Für Flugmodelle gilt max. Abfluggewicht von 150kg.
Der Versicherer ist Allianz Global Corporate & Speciality AG.

Für Flüge außerhalb von genehmigten Geländen gilt der Versicherungsschutz nur, wenn die gesetzlichen Bestimmungen und behördlichen Auflagen eingehalten worden sind und das Abfluggewicht unter 5kg liegt.

Der Versicherungsnachweis des DMFV

Der Versicherungsnachweis des Deutscher Modellflieger Verband e.V.

Der Versicherungsnachweis des DMFV kommt im praktischen Standard-Kartenformat und passt in jeden Geldbeutel.

Im Senderkoffer verschmutzt sie nicht, sie wirft keine Falten oder sammelt Knicke.

Okay, das Regenbogen-Design mit den Glitterelementen ist etwas gewöhnungsbedürftig aber man kann nicht alles haben.

Gegen die schöne Karte des DMFV wirkt der Versicherungsnachweis des DMO wie ein billiger Lappen.

Man kann es den alten Hasen unter den Modellbauern deshalb kaum übel nehmen, wenn sie einen merkwürdig anschauen und sich über den DMO Versicherungsnachweis wundern, wenn man zum ersten mal auf einen fremden Modellflugplatz kommt.

Ist man in einem Verein, wird der Name des Vereins auch auf die Karte gedruckt. Man kann sich bei der DMFV jedoch auch einzeln versichern. Details bitte im Versicherungsvergleich entnehmen.

Der DMO Nachweis muss unterschrieben werden, die DMFV Karte nicht. Sie enthält jedoch den Zusatz, dass sie nur mit amtlichem Lichtbildausweis gültig sei.

Text auf der Rückseite der DMFV Karte

Dieser Mitgliedsausweis ist nur gültig in Verbindung mit einem amtlichen Lichtbildausweis.

Der Inhaber dieses Ausweises ist über den DMFV versichert (Haftpflicht für Flugmodelle mit einem Abfluggewicht bis 25kg, Unfall, Rechtsschutz). Fördermitglieder sind nicht versichert.

Haftpflichtversicherungsnachweis: Für das umseitig genannte Mitglied besteht im Rahmen des Gruppenversicherungsvertrags des DMFV mit der HDI Gerling Industrie Versicherung AG, Charles-de-Gaulle-Platz 1, 50679 Köln, Versicherungsschutz in der gesetzlichen Halter-Haftpflichtversicherung aus dem Halten und dem Gebrauch von Flugmodellen. Örtlicher Geltungsbereich europaweit auf allen Modellfluggeländen. Die Deckungssumme entspricht §37 Luftverkehrsgesetz. Besteht eine Zusatzversicherung Form II, III oder IV, gilt der Haftpflichtversicherungsschutz auch außerhalb von Modellfluggeländen sowie für Flugmodelle mit einem Abfluggewicht bis 150kg weltweit. Eine Zusatzversicherung deckt pauschal Personen- und/oder Sachschäden (Form II: 1,5 Mio. Euro, Form III: 3 Mio. Euro, Form IV: 4 Mio. Euro). Dieser Ausweis gilt als Versicherungsbestätigung im Sinne des §106 LuftVZO und ist gültig bis zum 31.12.2014.

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AR.Drone mit einem MFI-Controller Gamepad steuern

Mit dem Update von Drone Control auf Version 2.7 könnt ihr jedes MFI-fähige Gamepad verwenden um eure AR.Drone zu steuern.

Die neuen Gamepads setzen iOS 7 voraus und werden einfach auf das iPhone gesteckt. Es gibt sie als gewöhnliche und als „extended“ Version. Die „extended“ Version bringt neben einem D-Pad zwei analoge Joysticks bzw Schiebeknöpfe mit.

Um die AR.Drone mit Drone Control 2.7 zu steuern sollte man sich auf jeden Fall eine Version mit den zusätzlichen zwei Joysticks kaufen.

Das Gamepad im folgenden Preview-Video ist ein MOGA Ace Power Gamepad. Der Wind war leider etwas stärker, aber gerade noch fliegbar mit der AR.Drone.

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AR.Drone Attack: der Rückblick

Vier Jahre ist die AR.Drone bereits auf dem Markt, Zeit sich mal wieder die ersten AR.Drone Attack Videos anzuschauen. Parrot warb damals auf eine abgefahrene, „untergrundmässige“ Art und Weise für die AR.Drone.

10 Videos wurden damals produziert, zwei davon wurden inzwischen von Parrot entfernt. In der folgenden Playlist seht ihr alle, derzeit noch verfügbaren AR.Drone Attack Videos.

Schaut euch an wie die AR.Drone Aktivisten in Büros einbrechen, die U-Bahn unsicher machen, einen (ungefährlichen) Stierkampf bestreiten, versnopte Golfer ärgern und andere wilde Dinge filmen:

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Reichweite der AR.Drone vergrößern

Herrlich diese Werbevideos von Parrot. Ein junger Mann sitzt auf dem Dach mit seinem iPad in der Hand und fliegt durch die ganze Stadt, unterhält Kinder, filmt die Gegend und „flirtet“ (soweit man das mit einer AR.Drone kann) nebenbei noch mit 2 jungen Damen. Super – wer möchte das nicht?

Kauft man sich dann die AR.Drone und ist zuhause in keinem Werbefilmchen sondern in der Realität stößt man doch recht schnell an die Reichweite von 30 bis 70 Metern, je nach Steuergerät und Störungsquellen in seiner Umgebung. Deshalb ist eine der häufigeren Fragen bei uns im deutschen AR.Drone Forum „Wie kann mann die Reichweite der AR.Drone erhöhen?“

Grundsätzlich gibt es zwei Klassen von Dingen die man unternehmen kann um die Reichweite der AR.Drone zu erhöhen. Die „Voodoo“-Kategorie: man unternimmt wenig und es bringt wenig bis gar nichts. Oder man unternimmt eine größere Änderung und erreicht damit auch wirklich eine größere Reichweite und ein völlig neues Steuererlebnis.

Reichweiten-Voodoo: geringer Einfluss auf die Reichweite der AR.Drone

Ich möchte in diesem Artikel alle mir bekannten Möglichkeiten abdecken und beginne mit der „Voodoo“ Kategorie.

Steuergerät „richtig“ halten.

Um die Reichweite zu optimieren sollte man das Gerät so halten, dass die WLAN Antenne oben ist. Beim iPhone 5 und 5S hält man es dazu so, dass der Home Button (der Runde) links ist. Bei den Vorgängermodellen, so dass der Home Button rechts ist.

Außerdem sollte man es vermeiden die WLAN Antenne mit dem Finger zu berühren.

Das iPad hat eine größere WLAN Reichweite als das iPhone

Das iPad hat bauartbedingt eine größere WLAN Reichweite als das iPhone, wer beide Geräte hat kann sich überlegen ob er nur noch mit dem iPad fliegen will.

Es gibt Hüllen die die Reichweite verbessern (sollen). Das könnte theoretisch gehen, leider wurde mir bisher noch keine zum Test zur Verfügung gestellt. Deshalb kann ich das nicht bestätigen, Erfahrungsberichte von solchen WLAN Verstärkerhüllen könnt ihr gerne als Kommentar schreiben. Zuviel sollte man sich davon, meiner Meinung nach, nicht erwarten.

In eine ähnliche Kerbe schlagen auch verschiedene iPhone oder iPad Halterungen die man zum Beispiel an den 60Beat Controller anbauen kann.

Dadurch, dass das iPhone nicht mehr in der Hand gehalten hat erhöht sich die Reichweite (möglicherweise) um wenige Meter. Es spielt dabei eine große Rolle wieviel man mit der Hand abdeckt würde.

Großer Einfluss auf die Reichweite der AR.Drone

Kommen wir jetzt zu den Möglichkeiten die wirklich spürbar mehr Reichweite für die AR.Drone bringen.

Mehr Reichweite durch externe WLAN Antenne

Durch das nach Außen führen der WLAN Antenne bzw durch das Ersetzen der vorhandenen Antenne durch eine bessere Antenne kann man die Reichweite deutlich erhöhen.

Dies erfordert einen etwas größeren Eingriff an der AR.Drone und ist deshalb sehr schadensträchtig, außerdem gibt es beim Verändern von Antennen immer sehr viel zu beachten. So hat fast jedes Land unterschiedliche, maximale Sendeleistungen, die einzuhalten sind. Damit das mehr Spass macht, gibt es Angaben in Milliwatt, die äquivalente isotope Sendeleistung EIRP und seltener dBm in die man sich zumindest einlesen sollte.

Externe WLAN Antenne AR.DroneWie man beim Einbau vorgehen muss und wie das alles aussieht, zeigt euch Kyle Tarpley in diesem schönen Video.

In seinem AR.Drone Shop bietet er auch die externe WLAN Antenne als Umbau-Kit an. Zum Beitrag mit dem Video.

Erfahrungsgemäß bringen die folgenden Tipps mehr Reichweite für die AR.Drone und sind nicht so problematisch umzusetzen und weniger schadensträchtig.

WLAN verstärken durch einen Repeater oder Range Extender

Das schöne an einem WLAN Repeater ist, dass man so gut wie keinen Konfigurationsaufwand treiben muss. Das (unverschlüsselte) WLAN der AR.Drone wird  verstärkt und in der Regel funktioniert dies einfach.

Die Vorteile dabei: an der AR.Drone selbst müssen überhaupt keine Veränderungen vorgenommen werden, alles verhält sich weiterhin so wie man es gewohnt ist. D.h. man kann weiterhin mit seiner Lieblings App steuern, hat immer ein Videobild und ist auch sonst nicht eingeschränkt.

Deshalb, meiner Meinung nach, für Einsteiger die erste Wahl wenn es um die Vergrößerung der Reichweite geht. Hier habt ihr mit wenig Geldeinsatz und ohne Veränderungen an der AR.Drone vornehmen zu müssen, den größten Reichweitengewinn.

Im Forum gibt es dazu einen eigenen Bereich: AR.Drone und WLAN Verstärker.

Reichweite AR.DroneGerne erwähne ich hier meinen Bekannten aus Japan: Solaris8x86.

Er hat schon viele, unglaubliche Reichweiten-Rekorde mit seinen schönen AR.Drone veröffentlicht.

Mit seinem WLAN Setup ist er schon weit über 1km geflogen und zwar ganz normal mit der App und dem iPad Mini.

Seine Videos sind immer wieder ein Wahnsinn anzuschauen, Grüße an dieser Stelle!

Einbindung in ein bestehendes WLAN Netzwerk

Mit dieser Methode die Reichweite der AR.Drone zu vergrößern macht eigentlich keinen Sinn, ich möchte sie der Vollständigkeit halber trotzdem erwähnen.

Bei einer Konfiguration in ein bestehendes (unverschlüsseltes) Netzwerk aus Router und Accesspoints sieht die Sache schon anders aus. Dort muss man zumindest mit IP Adressen fummeln, da die AR.Drone (ohne Veränderung der Software) zwingend die IP Adresse 192.168.1.1 verlangt.

Es ist dann einfacher ihr ändert die IP Adresse des Routers zum Beispiel auf 192.168.1.254 anstatt zu versuchen die IP Adresse der AR.Drone im Linux umzubiegen.

Solltet ihr trotzdem eins der vorhandenen Shellscripte verwenden, rate ich es immer manuell auszuführen. Bindet es nicht in die Startupscripte ein, da haben sich schon viele die Finger verbrannt und die AR.Drone baut „plötzlich“ kein WLAN Netzwerk mehr auf. Ohne das WLAN kommt man nicht mehr in die Shell und muss die AR.Drone entweder über ein selbstgebautes Kabel flashen oder benötigt ein neues Mainboard.

Der Mirumod

Reichweite mit dem Mirumod vergrößernDer Mirumod steht für den Umbau der AR.Drone auf eine RC Fernsteuerung wie man sie  aus dem Modellbaubereich kennt.

Dazu wird ein Arduino zwischen den seriellen Port der AR.Drone und dem RC Empfänger gelötet.

Ein übersichtlichen Artikel findet ihr unter RC Umbau der AR.Drone mit dem Mirumod.

Es gibt außerdem einen eigenen Bereich im Forum dazu. Mit dieser Methode kommt man in Reichweitebereiche bei denen man die AR.Drone gar nicht mehr richtig erkennen kann, muss sich jedoch auch an eine neue Steuerungsmöglichkeit gewöhnen.

Die Nachteile dabei: man gibt den Videostream auf und muss schon etwas Geld in die Hand nehmen um so fliegen zu können. Das Gefühl ist aber einzigartig, ich habe noch keinen erlebt der bei einem Treffen, von dieser Art der Steuerung, nicht begeistert war.

Fighting the Walrus

Fighting the Walrus, sollte mal „ungeahnte Reichweiten“ bringen. Inzwischen wird es immer wahrscheinlicher, dass man hier nicht weiter kommt als mit dem Mirumod.

Fighting the WalrusAuf den Videostream muss man auch bei dieser Methode verzichten, dafür kann man weiterhin die App zum Steuern benutzen.

Einen frühen Artikel habe ich unter Fighting Walrus Radio erhöht die Reichweite der AR.Drone dazu geschrieben.

Die Produktion wird seit Mai 2013 immer wieder verschoben.

 

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Doch keine AR.Drone 3.0 auf der CES 2014

Wann immer kaufwillige, zukünftige AR.Drone Piloten letztes Jahr gefragt haben ob sie lieber jetzt kaufen oder auf die AR.Drone 3 warten sollen, habe ich dazu geraten jetzt zu kaufen.

Frühstens Mitte 2014 wäre mit einer AR.Drone zu rechnen gewesen, die dann aber bestimmt im Januar auf der CES angekündigt worden wäre.

Die CES 2014 ist jetzt vorbei und Parrot hat sehr wohl neue Produkte angekündigt, aber nichts was ich erwartet hätte. Statt einer AR.Drone 3.0 wurden zwei Kinderspielzeuge vorgestellt.

Das eine ist ein Sprungroboter den sie „jumping Sumo“ nennen und einen Mini Quadrocopter mit Reifen dran. Ein paar Seiten berichten man würde diese über WLAN steuern, andere berichten es würde Bluetooth zum Einsatz kommen.

Ich selbst bin da schon etwas enttäuscht, hatte jedoch noch keins der Geräte selbst in der Hand. Ein Preis ist derzeit noch nicht bekannt, ein genaues Erscheinungsdatum natürlich auch nicht.

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Kauftipp: Montagewerkzeug von Parrot für die AR.Drone

Der Kauftipp für den eigenen Nikolausstiefel: das Parrot Montagewerkzeug für die AR.Drone 1 und 2. Wer bereits eine voll ausgerüstete Werkstatt hat, kann sicherlich darauf verzichten, ansonsten ist es wirklich praktisch.

Parrot MontagewerkzeugIch habe das Monatewerkzeug von Parrot schon mehrere Jahre und es hat mir gute Dienste geleistet.

Wer schon mal ohne richtiges Werkzeug diese Metallclips von den Motoren und wieder draufmachen musste weiß wie stressig das sein kann.

Meiner Meinung nach lohnt es sich schon deshalb.

Der Kreuzschraubendreher ist magnetisch und gut verarbeitet. Er läuft vorne sehr spitz zu und kann deshalb viele verschiedene Schraubengrößen im kleineren Bereich sicher fassen.

Man kann mit ihm auch die ganz kleinen Schräubchen vom DJI Phantom eindrehen.

Wenn man den Schraubendreher rauszieht und andersrum reinsteckt, erhält man einen Torx T6 der für die AR.Drone 1 notwendig ist um die Bodenplatte abzuschrauben.

Jetzt in unserem Amazonshop bestellen um es noch rechtzeitig in den eigenen Stiefel stecken zu können: Montagewerkzeug auf Amazon bestellen

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Deine AR.Drone driftet ab oder liegt nicht stabil in der Luft?

Eine der häufiger gestellten Fragen bei uns im AR.Drone Forum ist „was tun wenn sich die AR.Drone merkwürdig verhält?“

Und die AR.Drone verhält sich für Piloten „merkwürdig“, wenn sie nicht mehr stabil in der Luft ist, von ihrer Position abdriftet oder sogar in eine Richtung rast bis sie an der Wand aufschlägt. Sie ist scheinbar kaputt.

Tatsächlich sind zwei der häufigsten Gründe für so ein „komisches Verhalten“ entweder die Lichtbedingungen oder manchmal auch der Untergrund selbst. Dazu muss man wissen wie die AR.Drone mit Hilfe der Bodenkamera stabilisiert.

So sieht die AR.Drone deinen BodenDie Bodenkamera der AR.Drone 2.0 hat zwar mit den 320×240 eine relativ schlechte Auflösung (QVGA) jedoch kann sie mit 60 fps (Bilder pro Sekunde) den Untergrund schnell nach markanten Punkten abgreifen und ihr Position dadurch ständig korrigieren.

Dazu benutzt sie verschiedene Algorithmen, die man sich gut mit dem Kantenfindungsfilter aus Grafikprogrammen wie Photoshop vorstellen kann.

Wie viele von euch bestätigen können funktioniert dies ganz gut bis hervorragend, es gibt jedoch wenige Situationen bei denen diese Stabilisierung über die Bodenkamera versagt und da kommen wir auch auf die Ursachen für das scheinbare „seltsame Verhalten“ der AR.Drone:

Schattenwurf – die AR.Drone „sieht“ ihren eigenen Schatten

Die AR.Drone hält sich am Schatten festBei künstlicher Beleuchtung in Innenräumen passiert es oft, dass die AR.Drone ihren eigenen Schatten unter sich „sehen“ kann.

Sie kann natürlich nicht wissen, dass dies ihr Schatten ist und verwendet auf den Schatten die gleichen Algorithmen um Kanten und Punkte zu finden an denen sie sich festhalten kann.

Durch Positionskorrektur verschiebt sie dann auch ihren Schatten und damit die Festhaltepunkte und das führt wieder zu einer Positionskorrektur. Es ist jetzt abhängig von der Art des Licht (und dadurch den Schattenwurf) ob sie dies in einer Endlosschleife durchführt bis sie an die nächste Wand knallt oder ob sie einfach nur in der Luft rumirrt.

Bewegende Untergründe wie hohes Gras oder Wasser

Wenn man verstanden hat wie die Stabilisierung der AR.Drone über die Bodenkamera funktioniert und dass der eigene Schatten Probleme macht ist es auch logisch warum bewegende Untergrunde wie hohes Gras oder Wasser, fahrende Autos oder Menschen aus größer Höhe einen ähnlichen Effekt haben können.

Wie beim Schattenwurf wird sich die AR.Drone auch an den Bewegenden Strukturen festhalten, ihre Position korrigieren und abdriften.

Smooth Stabilization aus Drone Control aktiviert

Seit ich die Funktion „Smooth Stabilization“ in Drone Control eingebunden habe gibt es manchmal auch noch eine weitere Ursache für Abdriftprobleme.

Wenn nämlich „smooth Stabilization“ aktiviert ist, dann soll die AR.Drone abdriften. Bitte dazu den Artikel was „Smooth Stabilization“ ist und wie es funktioniert lesen.

Die AR.Drone ist nicht oder nicht richtig getrimmt

Man sollte die AR.Drone zumindest einmal richtig „trimmen“. Trimmen bedeutet in diesem Fall dem Lagesensor zu zeigen wo oben und unten bzw was eine horizontale Position ist.

AR.Drone trimmenDazu stellt man die AR.Drone auf eine möglichst ebene Fläche, gut ist es die mit der Wasserwaage auszurichten und dann in den Einstellungen den „Flattrim“-Knopf bzw in Drone Control den „Drohne trimmen“-Knopf drücken und die AR.Drone dann für 2 Sekunden nicht bewegen.

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Download: AR.Drone Modell Setup Datei für Spektrum DX18 und DX18QQ

Anbei mein Modell Setup für die Spektrum  DX18 und DX18QQ der Parrot AR.Drone in Verbindung mit dem Mirumod.

AR.Drone und DX18 bzw DX18QQ Ihr kopiert die Datei auf die SD Karte eurer Fernbedienung und wählt über das System Menü -> Transfer SD -> Import Model und wählt die Datei dann aus.

Starten und Landen könnt ihr über den A-Schalter. Es gibt Flight Modi für Position Hold und Smooth Stabilization über den B-Schalter.

Die Modi sind außerdem schön benannt, ihr seht also den Flugzustand der AR.Drone im Display der Fernsteuerung.

Der Timer steht in meiner Beispieldatei auf 8 Minuten und wird automatisch mit dem Abheben über den A-Schalter gestartet und natürlich auch wieder gestoppt wenn man landet.

Ihr könnt die Modell Setup Datei im Forum downloaden, bitte die Datei als Ausgangspunkt für eigene Konfigurationen ansehen und sämtliche Funktionen vorher überprüfen, es ist nicht garantiert ob bei euch alles funktioniert.

Nach dem Einrichten des Mirumods sollte man die Failsafefunktion (d.h. wenn der Empfänger in der AR.Drone kein Signal mehr bekommt) in sicherer Höhe testen. Bringt dazu die AR.Drone ca. 1,50m vor euch zum schweben und schaltet den Sender aus. Wenn alles korrekt eingerichtet ist wird die AR.Drone selbständig landen.

Zum Download der Konfigurationsdatei

Parrot AR.Drone 2.0 Elite Edition

Laut einer Pressemeldung von Parrot soll für November 2013 eine „Elite Edition“ der AR.Drone 2.0 verfügbar sein.

Ähnlich wie schon bei der Power Edition werden die Hüllen und Propeller anders eingefärbt und es als extra Paket neu verkauft. Wenn Parrot so weitermacht müssen wir noch lange auf die AR.Drone 3.0 warten.ar.drone elite edition

Die Elite Edition macht einen auf „Militär-Drohne“ und soll es in den Tarnfarben „Sand“, „Snow“ und „Jungle“ geben. Sie wird bei uns für 299.- Euro über den Ladentisch gehen.

Bei der „Sand“-Edition sind schwarze und beige Propeller, bei der „Snow“-Edition sind weiße und schwarze Propeller und bei der „Jungle“-Edition sind khaki und schwarze Propeller dabei.

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