Vergleich der Bebop 1 Drohne mit der Bebop 2 Drohne

Ende des Jahres 2015 hat uns Parrot mit der Bebop 2 überrascht und jetzt fragen sich viele sicher ob sich der Kauf (oder Umstieg) der Bebop 2 lohnt?

Deshalb hier der große Vergleich von Parrots Bebop 1 mit dem Nachfolger Bebop 2 und alle Unterschiede im Detail.

Erster Eindruck

IMG_1964Obwohl die Bebop 2 ein bisschen größer ist als die Bebop 1 fällt die Schachtel deutlich kleiner aus.

Parrot schafft die kleinere Box vor allem dadurch, dass bei der Bebop 2 die Propeller nicht vormontiert sind.

Außerdem wird bei der Bebop 2 kein Indoor-Propellerschutz mehr mitgeliefert, was auch Platz spart.

Wer sich an die Reihenfolge der Bebop 1 Propeller gewöhnt  hat, dem wird sofort auffallen, dass dies bei der Bebop 2 genau andersrum ist. Statt die Öffnung rechts vorne und links hinten, hat die Bebop 2 die Öffnung links vorne und rechts hinten.

IMG_1953Auch hat Parrot die Drehrichtung umgekehrt, vermutlich um sicher zu stellen, dass die leicht größeren Propeller der Bebop 2 nicht auf eine Bebop 1 montiert werden.

Das ist so nämlich nicht mehr möglich, man kann die Propeller nicht untereinander austauschen.

Technische Daten der beiden Drohnen

Bebop 1:

  • Dual-Core CPU & Quad-Core GPU,  8 GB DDR Ram und 8 GB Flash Speicher (fest verbaut) für Video- und Fotoaufnahmen.
  • 14 Megapixel Fotos in 4096×3072 Pixel. Full HD (1920×1080 Pixel) Videoaufnahmen 30 FPS.
  • 11 Minuten Flugzeit mit einem 1200 mAh Akku.
  • Maximaler Neigungswinkel 30° Grad und damit eine Höchstgeschwindigkeit von knapp 47 km/h.
  • GPS Chip mit maximal 12 Satelliten.

Bebop 2:

  • Dual-Core CPU & Quad-Core GPU, 1 GB DDR Ram und 8 GB Flash Speicher (fest verbaut) für Video- und Fotoaufnahmen.
  • 14 Megapixel Fotos in 4096×3072 Pixel. Full HD (1920×1080 Pixel) Videoaufnahmen 30 FPS.
  • 25 Minuten Flugzeit mit einem 2700 mAh Akku. 
  • Maximaler Neigungswinkel 35° Grad und damit eine Höchstgeschwindigkeit von knapp 65 km/h.
  • GPS Chip mit maximal 19 Satelliten.

Bei den technischen Daten muss man schon sehr genau hinsehen um Unterschiede zu erkennen. Ich persönlich war etwas enttäuscht, dass die Kamera nicht auch verbessert wurde.

Etwas merkwürdig, die Bebop 2 soll laut Verpackung mit nur einem GB Arbeitsspeicher auskommen und die Bebop 1 hatte 8 GB Arbeitsspeicher? Wahrscheinlich ein Schreibfehler und beide haben 1 GB Arbeitsspeicher.

Die Linse der Bebop 2 kann hat einen leicht höheren Winkel und erlaubt es das eingefangene Bild bis zu 90° Grad zu neigen. Dabei arbeitet die Bebop 2 auch weiterhin so, dass intern alles mit einem 180° Grad Fischauge gefilmt wird und der sichtbare Ausschnitt dann jeweils von der Software begrenzt (und stabilisiert) wird. Die neue Linse der Bebop 2 soll in Umgebungen mit schlechteren Lichtverhältnissen bessere Ergebnisse produzieren.

Zum GPS Chip der Bebop 2 kann ich sagen, dass er im Büro GPS Empfang bekommt während die Bebop 1 drinnen noch nie einen GPS Fix bekommen hat. Hier scheint auch der Empfang besser geworden zu sein.

Lieferumfang / Zubehör

IMG_1945Was ist in der Box? Positiv aufgefallen bei der Bebop 1 bereits der Sicherheitshinweis.

In der Bebop 2 Schachtel liegt zusätzlich noch ein weiterer Sicherheitshinweis.

Neue Piloten erfahren hier dass man nicht über Menschen fliegen darf, sich von Flughäfen fernhalten muss, man nicht einfach so kommerzielle Luftaufnahmen machen darf und man nur innerhalb der eigenen Sichtweite zu fliegen hat. Weiterhin gibt es keinen Hinweis auf eine Haftpflichtversicherung.

Lieferumfang der Bebop 1: Propellerschutz zum drinnen fliegen, 2 Akkus jeweils eine Kapazität von 1200 mAh, Ladegerät für den Akku, USB Kabel um die Bebop mit dem PC zu verbinden, zusätzliche Propeller, Werkzeug um die Propeller zu montieren.

Lieferumfang der Bebop 2: Nur noch 1 Akku, dafür ist der mehr als doppelt so groß. (2700 mAh), Ladegerät für den Akku, USB Kabel für die PC Verbindung, zusätzliche Propeller, Werkzeug um die Propeller zu montieren.

Skycontroller

Der für die Bebop 2 vorgesehene schwarze Sykcontroller ist so gemacht, dass er die neuen Bebop 2 Akkus verwenden kann. HDMI Videostreaming für FPV Brillen funktioniert weiterhin nur über den Skycontroller.

Interessant: auch die alten Skycontroller sind kompatibel zur Bebop 2, da sich das Gerät wie eine App verhält und über WLAN verbindet.

Akku

Meiner Meinung nach ist der Akku das Argument überhaupt für die Bebop 2.

Akkuvergleich der Bebop 2 und Bebop 1

Links: Bebop 2 Akku – Rechts: Bebop 1 Akku

Er ist nicht nur größer und ermöglicht eine längere Flugzeit sondern hat endlich auch ein richtiges Verschlusssystem bekommen.

Danke Parrot, aber warum nicht gleich so?

Denn jetzt mal ehrlich, was ist das nur für ein Gefummel mit der alten Bebop Drohne beim Akkuwechseln?

Zuerst musste man einen Klettverschluss wie bei einem selbstgebauten Copter lösen, IMG_1971 akku sitzdann den Akku etwas nach hinten schieben, den Mini Tamiya Stecker an so einem Fädelchen aus einem Loch ziehen, drauf drücken aber gleichzeitig noch festhalten und dann erst abstecken.

Neuer Akku rein und alles in umgekehrter Reihenfolge. Ätzend! Fühlte sich an wie ein Prototyp, der Akku saß meistens so unsauber, dass man Zweifel hatte ob man das so richtig machte.

IMG_1972 akku sitzNicht so bei der Bebop 2. Jeder Akku hat eine Verriegelung, man schiebt ihn einfach rein bis es klick macht und sauber einrastet – fertig, passt alles 100%tig. Zum entfernen des Akkus drückt man die Verriegelung hoch und zieht ihn nach hinten.

Ein zusätzliche (originaler) Akku für die Bebop 1 kostet 49.- dagegen wird der mehr als doppelt so große Akku für die Bebop 2 mit 59.- Euro ein echtes Schnäppchen. Unnötig zu erwähnen, dass die Akkus der Bebop 1 und Bebop 2 nicht kompatibel untereinander sind.

Gewicht der Bebop Drohnen und deren Akkus

Mit Akku bringt die Bebop 2 genau 504 Gramm und die Bebop genau 391 Gramm auf die Waage.Gewichtsvergleich Bebop 1 und Bebop 2

Das Gewicht des Bebop 2 Akkus ist 197 Gramm während der Bebop 1 Akku lediglich 116 Gramm wiegt.

Gewichtsvergleich der Bebop Akkus

Ladegerät

Das Ladegerät der Bebop 2 wurde so verändert, dass der Akku nicht mehr direkt reingesteckt werden kann sondern an einem Kabel hängt und auf dem Boden liegen muss, was in meinen Augen das Laden deutlich unbequemer macht.

IMG_1954 ladegeräte

 

 

 

Skycontroller

Der für die Bebop 2 vorgesehene schwarze Sykcontroller ist so gemacht, dass er die neuen Bebop 2 Akkus verwenden kann. HDMI Videostreaming für FPV Brillen funktioniert weiterhin nur über den Skycontroller.

Interessant: auch die alten Skycontroller sind kompatibel zur Bebop 2, da sich das Gerät wie eine App verhält und über WLAN verbindet.

 

Neuerungen der Bebop 2: Rückleuchte und Signalgeber

IMG_1967 rueckleuchteBebop 2 hat eine wirklich helle Rückleuchte. Sie ist gleichzeitig auch der Einschaltknopf.

Beim anschalten blitzt sie so kurz und so hell auf dass man regelrecht „geblitzdingst“ wird.

Die LED leuchted stetig rot, wenn die Bebop Drohne gelandet ist und blinkt während sie fliegt oder wenn sie abgestürzt ist.

Die Rückleuchte ermöglicht eine großartige Lageerkennung beim Fliegen. Ist die Drohne weit weg und man sieht nicht mehr wie sie steht, dreht man um die eigene Achse bis man den roten Punkt sieht und fliegt dann solange rückwärts bis man die Lage wieder genau sehen kann.

Die Bebop 2 piepst bei einer „Notfallabschaltung“ (z.B. wenn sie abgestützt ist) zusätzlich blinkt die Rückleuchte dann, was wirklich sehr praktisch ist wenn man sie im Feld suchen muss.

Preis

Zum Zeitpunkt des Artikels legt man 549.- Euro für die Bebop 2. (Wintersale bei Parrot.com)  und 399.- Euro für die Bebop 1 im Wintersale bei Parrot.com hin. Die Bebop ist für manche Farben bei Amazon jedoch günstiger für 375.- zu kaufen.

Fazit / Bewertung

Für den Preisunterschied von ca. 150.- Euro bekommt man eine schnellere Drohne, längere Flugzeit und einen deutlich höheren Komfort beim an- und abstecken des Akkus. Die helle Rückleuchte und die Funktion der Signalton beim Absturz geben einem zusätzliche Sicherheiten.

Für die Meisten, die bereits eine Bebop 1 besitzen und sich schon mit zusätzlichen Akkus eingedeckt haben werden das vielleicht zu wenig Neuerungen sein. Wer sich die Bebop Drohne zulegen möchte, sollte selbst abwägen er gleich die Bebop 2 kaufen oder das gesparte Geld lieber in Zubehör wie den Parrot Rucksack und vielleicht noch einen ein oder zwei zusätzliche Akkus stecken möchte.

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Alternative zum 60Beat Gamepad: Moga Ace Power Controller

Das Gamepad von 60Beat um die AR.Drone zu steuern war wirklich beliebt, leider wird es seit einiger Zeit nicht mehr hergestellt und die verbleibenden Controller werden zum Teil für ein vielfaches des ursprünglichen Preises verkauft.

Die Zukunft für iOS Geräte liegt in den ab iOS 7 verfügbaren MFI Gamepads. In diesem Video stellt euch Kyle Tarpley das Moga Ace Power Gamepad vor.

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Der Einfluss des GPS Flight Recorders auf die Flugzeit der AR.Drone

In einem Thread bei uns im AR.Drone Forum ging es um den Stromverbrauch des GPS Moduls. Zeit für einen Faktencheck: wie stark beeinflusst der GPS Flight Recorder die Flugzeit der AR.Drone?

Dafür habe ich einen kurzen Test gemacht. Verwendet wurden dabei zwei gleich alte und komplett volle Nano Tech Akkus mit einer Kapazität von 1000mAh. Die AR.Drone wird im linken Testvideo mit GPS Flight Recorder und im Rechten ohne GPS Flight Recorder geflogen. Damit man das erkennen kann habe ich auf eine Hülle komplett verzichtet.

Ich habe die AR.Drone solange fliegen lassen bis sie selbstständig landet. Wie ging es aus? Ohne GPS Flight Recorder kam ich auf eine Flugzeit von 10:23 Minuten, mit dem GPS Flight Recorder auf 9:15 Minuten.

Selbstverständlich hat der GPS Flight Recorder einen Einfluss auf die Flugzeit. Allerdings überschätzt man den Stromverbrauch des GPS Moduls, denn man muss das auch im Verhältnis zu den stromfressenden Motoren sehen.

Um den Test zu verbessern müsste man ein Ampere-Meter zwischen USB Port und dem Flightrecorder hängen, aber man sieht auch im Video dass es gar nicht soviel Unterschied macht. Wahrscheinlich kommt die kürzere Flugzeit vor allem durch das zusätzliche Gewicht zustande.

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AR.Drone 2.0 Power Edition – ausgepackt und ausprobiert

Kyle Tarpley packt die neue AR.Drone 2.0 Power Edition aus und berichtet über Inhalt, Lade- und Flugzeiten und ob sich der Mehrpreis gegenüber der normalen AR.Drone 2.0 lohnt für die größeren Akkus und farbigen Propeller lohnt.

Bis vor einer Weile war es noch nicht ganz klar: obwohl die AR.Drone Power Edition jeweils andersfarbige Verpackungen haben, enthaltet jede Schachtel immer alle 3 Propeller: rote, blaue und orangene Propeller. Man kann die farbigen Propeller auch einzeln nachkaufen.

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Folge #3 vom AR.Drone Podcast: Drittanbieter-Akkus

Die 3. Folge des AR.Drone Podcasts ist da. In dieser Folge geht es hauptsächlich um Drittanbieter-Akkus und Ladegeräte für Lipos. Anstatt den Stromstecker der AR.Drone umzulöten, wie in meinem Artikel: zusätzliche Akkus für die AR.Drone, löten sie jeden Lipo-Akku um.

Das kann man zwar machen, ist aber ohne weitere Zusatzinformationen zum Löten von Lipos nicht zu empfehlen. Im Video deuten es Lorenz und Jakob kurz an: passt man nicht auf, produziert man schnell einen Kurzschluss. Bei den meisten Akkus brennt dann nur ein kleines Kabel durch, theoretisch könnte aber auch mehr passieren. Schaut euch davor bitte ein Tutorial an wie man Lipos lötet.

Der Vorteil davon: die Garantie der AR.Drone bleibt erhalten. Der Nachteil neben dem angesprochenen Punkt, dass man alle Lipos löten muss: man geht von den tollen XT60 Steckern wieder zu den, meiner Meinung nach, minderwertigen Tamiya Stecker zurück.

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Kauftipp: Lipo Bags

Lipo Bags Lipo BagsLipo Bags – die kleinen feuerfesten Taschen sind so preiswert und praktisch, dass sie heute zum Kauftipp von drone-forum.de werden.

Die Akkutaschen gibt sie in verschiedenen Größen.

Ihr könnt eure Lipo Akkus zum laden, lagern oder auch zum Transport reinstecken.

Sie schließen nicht 100%tig dicht, wenn ein Lipo darin explosionsmässig hochgeht gibt es trotzdem eine große Sauerei im Zimmer. Sie können aber verhindern, dass sich Brände bzw, dass sich Brände ausbreiten.

Auf dem oberen Foto seht ihr zwei meiner Taschen für Lipos mit diversen Akkus.

Und auf dem unteren Foto ist die kleinere Lipotasche mit jeweils einem  Originalakku und einem alternativen Akku für die AR.Drone und den DJI Phantom zum besseren Größenvergleich zu sehen.

Ab sofort in unserem Partnershop bei Amazon verfügbar: Lipo Bags anschauen.

Beim Kauf über den obigen Link kommt ein kleiner Prozentsatz des unveränderten Kaufpreises dem AR.Drone Forum zugute.

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Zusätzliche Akkus für die AR.Drone

Viele AR.Drone Piloten fragen sich gerade am Anfang: welche Zusatzakkus kann ich verwenden? Und welche Akkus haben das beste Preis/Leistungsverhältnis? Auch im AR.Drone Forum wurden diese Fragen schon mehrfach gestellt, Zeit sich in einem Artikel ausführlich damit zu beschäftigen.

Mit den Akkus für die AR.Drone ist es wie bei vielem in unserem Hobby: man kann den „Evolutionsweg“ gehen, dabei viel Geld verbraten und dafür die Erfahrungen selbst machen oder man informiert sich vorher und profitiert von der Erfahrung anderer Piloten um es gleich „richtig“ zu machen.

Der Evolutionsweg sähe bei den Akkus so aus, dass man sich nach und nach einen Parrot Akku kauft, sich mit dem minderwertigen Ladegerät rumärgert und irgendwann nach dem 4 oder 5. Akku bemerkt: wow ich habe ganz schön viel Geld hingeblättert und nur Käse bekommen.

Aber wie macht man es denn „richtig“?

Ohne wiederzukauen was andere viele Webseiten über Lipo Akkus geschrieben haben, muss man wissen, dass die AR.Drone einen 3-zelligen Lipo Akku (Lipo steht für Lithium-Polymer) mit einer Kapazität von 1000 mAh verwendet. Solche Akkus sind im Modellbau weit verbreitet. Spätestens alles was fliegt und kein Verbrennermotor besitzt verwendet heute solche Lipos.

Weitere Informationen über den Aufbau und was es bei Lipos alles zu beachten gibt könnt ihr euch zum Beispiel unter http://www.mikrokopter.de/ucwiki/LiPo durchlesen. Für uns istmehr der Unterschied bzw Vergleich zu den Akkus von Parrot wichtig:

Parrot Akku und Turnigy Nano Tech Akku im Vergleich

Vorteile/Nachteile Parrot Akkus

  • 3S (3S bedeutet 3 Zellen) 1000mAh. (bzw seit Neustem auch in 1500mAh)
  • Vergleichsweise teuer, ab 30 Euro aufwärts.
  • Ein zusätzlicher Akku ist bequem gekauft und kann gleich eingesetzt werden.
  • Proprietärer Ladestecker, kann nur mit Parrot Ladegerät geladen werden. Um hier genau zu sein müsste man sagen, dass nur der Balancestecker proprietär ist.
  • Es gibt also keinen (standard) Balancestecker, der Grundlage für viele Mods, Beleuchtung, Lipo Warner usw ist.

Vorteile/Nachteile Standard Lipos

  • 3S, gibt es für den Akkuschacht passend in 1000 bis 2000 mAh.
  • Relativ günstig, ab 10 Euro aufwärts.
  • Haben meisten den gängigen XT60 Stecker sowie einen Balancestecker, der sich für viele Mods nutzen lässt.
  • Das bedeutet man kann diese Akkus nicht mit dem Ladegerät von Parrot laden und benötigt hier ein komplett neues Ladegerät. Das ist auch einer der zwei Knackpunkte wenn man sich dazu entscheidet „normale“ Lipo Akkus für die AR.Drone zu verwenden.
  • Andererseits liegen zwischen einem „richtigen“ Ladegerät für Lipos und dem Parrot-Ladegerät richtige Welten. Ihr könnt Akkus bedeutend schneller laden, habt viele Zusatzinformationen, bekommt solche Dinge wie den Storage-Modus (eine spezielle Art Akkus zu laden um sie zu lagern) oder könnt Entlade- und Lade Zyklen programmieren.
  • Insgesamt lohnt sich der Aufwand leider nicht bei nur einem oder zwei zusätzlichen Akkus.

Der 2. Knackpunkt: Löten

Wie bereits erwähnt gibt es auch einen zweiten Knackpunkt. Und nicht selten löst er bei  Einsteigern oft etwas Panik aus: das Löten. Diese Panik ist jedoch unbegründet und man wird auf Dauer auch nicht drumherum kommen. Denn um ständig mit Adaptern für XT60 auf Mini-Tamiya und wieder zurück rumzuhantieren, muss man schon sehr schmerzfrei sein.

Es gibt zwei Möglichkeiten: 1. man lötet an jeden Lipo den man kauft das Gegenstück zum Stromstecker der AR.Drone (Mini-Tamiya) oder, und dies ist meiner Meinung nach die Bessere, man lötet einmal den AR.Drone Stromstecker auf das Gegenstück zum XT60 Stecker um.

AR.Drone mit XT60 SteckerErstens muss man dazu weniger Löten und wer eh schon wenig Erfahrung in Punkto Löten hat, sollte sie nicht gerade beim Löten mit Lipos sammeln. Zweitens ist der XT60 Stecker nicht so vom Ausleihern und Abnutzen betroffen, wie das leider beim Orignal Parrot-Stromstecker der Fall ist.

Dabei solltet jedem klar sein, dass die Garantie erlischt und man die bereitsgekauften Akkus auch nicht mehr weiterverwenden kann.

Aber hey, schau doch mal in unseren Kleinanzeigen vorbei, falls du Akkus loswerden willst.

Welches Ladegerät und was sollte man beachten?

Ordentliche Ladegeräte bekommt man inzwischen ab 35.- Euro. Beliebt ist hier das iMax B6 oder baugleiche Geräte. Zu bekommen zum Beispiel bei Amazon oder deinem freundlichen Modellbauhändler um die Ecke.

Hier ist darauf zu achten, dass man gleich das richtige Ladekabel für XT60 Stecker mitbestellt und das der Balancerstecker auch passt. Ansonsten muss man gleich wieder löten. Es gibt haufenweise unterschiedliche Balancerstecker, die erwähnten Akkus von Turnigy verwenden JST-XH.

Wenn ihr euch nicht sicher seid, welches Ladegerät für euch passt, dann postet einen Kommentar oder schaut in unserem Amazon Partnershop nach empfohlenen Produkten.

Fairerweise muss man auch dazu sagen, dass so ein Ladegerät irgendwo auch ein „Evolutionsweg“ ist, denn auch wenn man damit in doppelter bis 5-facher Geschwindigkeit (abhängig vom angegeben Ladewert des Akkus: Charge Rate) laden kann, landet man je nach Nutzung vielleicht irgendwann bei einem Multiladegerät wie dieses hier.

multilader

Ab wann lohnt sich der Aufwand?

Ab wie vielen Akkus sich dies aus rein wirtschaftlichen Gesichtspunkten lohnt ist leicht auszurechnen. Zur Vereinfachung berücksichtigen wir hier nicht, dass man seinen alten Parrot-Akku und das Ladegerät dazu auch noch verkaufen kann.

Mit der AR.Drone hast du einen Akku bekommen. Die Rechnung für weitere Akkus sieht so aus:

Um 2 Parrot Akkus zu haben musst du dir einen dazu kaufen. Ausgaben: 30.- Euro
Um 4 Parrot Akkus zu haben musst du dir drei dazu kaufen. Ausgaben: 90.- Euro

Um auf andere Lipos umzusteigen benötigst du ein Ladegerät für ca. 35.- Euro, Kabel und Kleinigkeiten für ca. 3.- Euro und für jeden weiteren Akku ungefähr 12.- Euro.

Um 2 andere Lipos zu haben hättest du Ausgaben von: 62.- Euro, das würde sich also noch nicht lohnen.

Um 4 andere Lipos zu haben hättest du Ausgaben von: 86.- Euro, ab hier lohnt es sich bereits.

Fazit

Hast du gerade wenig Geld locker oder wolltest dir nur einen oder zwei zusätzliche Akkus kaufen dann bist du mit den Parrot Akkus ganz gut bedient.

Falls dich das rote Blinken und die anderen Zickereien des Ladegeräts von Parrot jedoch zu Tode nerven und du sowieso vor hast mehr als eine Stunde am Stück zu fliegen oder du im Geldbeutel gerade 100.- Euro zuviel hast, dann steig besser jetzt als später um.

Was benötigt man?

Turnigy 3S Lipo 1000 mAh 25 bis 50C, z.B. die Turnigy Nano-Tech Akkus von Ebay.
Ein Ladegerät, zum Beispiel das iMax B6 aus unserem Amazon Partnershop.

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