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Meine Bebop Erfahrungen

Alles über die Parrot Bebop und den Skycontroller. Jetzt neu: die Bebop 2 ist gelandet.
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Brötchenbacke
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Meine Bebop Erfahrungen

Beitrag von Brötchenbacke » 18. Jan 2015 00:22

Hallo,

ich habe meine Bebop jetzt seit ca 2 Wochen und möchte der Gemeinschaft meine persönlichen Eindrücke vermitteln um ggf einem zukünftigen Bebop User die Entscheidung erleichtern.

Grundsätzlich sollte eines klar sein, wenn man die Drohne geliefert bekommt oder kauft, ist draussen definitiv schlechtes Wetter mit Regen und viel Wind. Was also macht der soeben um 1000DM (okay das war fies) äh 500Euro ärmere Drohnen Besitzer. Röschtösch er lädt die Akkus und hofft auf besseres Wetter. Akkus voll, Wetter immer noch mies....naja es wird ja wohl auch Indoor irgendwie funktionieren.

Also gschwind die Styro Ohren anlegen, App konfigurieren und Feuer frei. Brssssssssmmmm das Teil steht im Raum, Staub flüchtet, Vorhänge bäumen sich auf, die Tischdeckenränder bekommen ein Eigenleben. Juhu das Ding fliegt und zwar sowas von stabil. Kein Vergleich zur Rolling Minidrohne aus gleichem Hause. Die Bebop ist regelrecht mit Ihrer Stelle verheiratet (frische Ehe/keine 2 Jahre alt). Enge Türen, Durchgänge oder auch Treppenhäuser sind keine Hürde sondern eine spaßige leicht zu meisternde Herausforderung. Soweit sogut, aber wehe man unterfliegt ein LED Spot.....zack wandert und zuckt das Ding herum, als hätte die Sensorik Urlaubsanspruch. Der Grund ist wohl der eigene Schattenwurf und die untere Kamera, denn ähnliches Verhalten konnte ich in sehr dunklen Räumen nachstellen.

Es gibt einem ein gutes Gefühl, wie sich eine Drohne ohne diese Positions-Bildverarbeitung im Einfamilienhaus Reihenhaus der Mannheimer Vorstadt benehmen würde.

Bis hier macht es richtig Spaß und man könnte meinen, dass die Zeit nur so im Flug dahineilt, aber es ist weniger die Zeit die schnell ist, sondern eher der Akku der schnell das weiße Fähnchen auf der rechten Seite heraushält und nach einer Landebahn bettelt.

Ist ja kein Problem, da ein Ersatz mitgeliefert wurde und somit der Spaß gleich wieder von vorne beginnen kann.

Leider ist das Ladegerät deutlich ineffektiver wie die Drohne beim Elektronen schubsen und so entsteht zwangsläufig nach dem 2ten Flug eine Wartezeit. Eine gute Möglichkeit den internen Speicher der Drohne auszulesen und die Videos über einen 27" Apple Thunderbolt Monitor flimmern zu lassen.

Spätestens hier herrscht die erste große Ernüchterung. Zwar ist die Video Qualität deutlich besser wie die der 2er AR Drone und die Stabilität der Hammer, aber.....naja vlt reist es ja die Bildqualität raus......Aber auch hier kein Champagnerkorkenknallen. Die Bildqualität strotzt nur so vor Fehler. Chromatische aberrationen schillern in den tollsten Farben an harten Kontrasten, das iso Rauschen hat einen neuen Meister und das Bild ist trotz der Rechenkunst von Parrot deutliche Kissenförmig.

Also direkt nochmal die Werbevideos und Beispielbilder des Herstellers angeschaut und dann kam Klarheit in die Sache. Die Drohne braucht mehr Licht, Gegenlichtaufnahmen mag die Kamera überhaupt nicht, da sonst alles dunkle absäuft zugunsten der helleren Flächen wie Wolken. Wenn man also nur mit Licht im Rücken der Drohne Aufnahmen erzeugt und diese am besten dort macht wo extrem viel Licht vorhanden ist, kann mit etwas Nachbearbeitung meines Erachtens an die vom Hersteller angepriesene Qualität angeschlossen werden. Bei der normalen Nutzung ohne die Anwendung von umfangreichem Fotografischem Wissen und ohne die Schwächen der Bebop Kamera genau zu kennen sind vernünftige Aufnahmen eher Glücksache. Aber vermutlich hat da jeder eine andere Messlatte. Mich stört z.b. das interne Nachschärfen und der missglückte Versuch das Bild wenigstens ein wenig zu entrauschen stark. Das wirkt ein wenig wie eine Facegeliftete Mittfünfzigerin. Auch wenn alles darauf aus ist das Bild einer jungen 20jährigen zu vermitteln, so schiessen solche Versuche meisten hart nach hinten los. So wirkt das Bild der Drohne nicht scharf und klar sondern ihm wurde das Detailreichtum durch das Entrauschen entzogen und die Klarheit durch das Nachschärfen.

Mein Tip, testet die Kamera zum ersten mal in den Bergen, mit viel Schnee und einer Blickrichtung bei der die Sonne den Knackpo der Drohne befingert. Alternativ wäre noch eine weiße Sandsteinküste im Angebot.

Einige Youtube Videos vergleichen die Bebop Kameraleistungen mit der GoPro. Bei diesem Vergleich schneidet die Bebop meist recht gut ab. Ich würde Sie je nach Lichtbedingung aktuell eher auf der Hälfte der Leistung der GoPro ansiedeln.

Aber jetzt mal zu etwas richtig tollem. Parrot hat ein einzigartiges Superhammer Knaller Stabilisierungssystem in der Bebop verwirklicht. Egal wie windig, egal wieviel geschaukel, egal wie hart beschleunigt...die Frisur...öhem... das Bild steht. Diese Ruhe kenne ich eigentlich nur von sehr hochpreisigen Kamerahalterungen. Also dagegen ist jeder noch so durchtrainierte Wasser auf Stein hölende Mönch mit einer handgeführten Kamera ein Zitterall. Meinen Respekt an die Technik von Parrot. Das macht Spaß.

Meine Erwartungen an die Bebop wurden aufgrund der Kameratechnik, welche ich auf Niveau der Gopro im Vorfeld eingeschätzt hatte nicht erfüllt. Aber das schweben in geringen Höhen, das umfliegen von Apfelbäumen, das überfliegen eines Partybüffet, das hinterher fliegen wenn das Kind krabbeln lernt. Tja das geht wohl mit der Bebop am besten.

Da in die Rechnung für die bessere Kamera, mit Gimbal und Phantom, gut 2 bis 3 Bebops reinpassen empfinde ich die Parrot Drohne als eine absolute Empfehlung. Ich würde Sie mir nochmal kaufen, aber ich würde mir ebenso wünschen diesen Artikel vor dem Kauf gelesen zu haben, denn dann wären meine Ansprüche an die Drohne deutlich divergenter.

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Re: Meine Bebop Erfahrungen

Beitrag von Bebop-Pilot » 1. Feb 2015 16:20

Hi,

ein toller Bericht! Ich kann das nur unterschreiben.. ich war eigentlich auch relativ begeistert, bis ich die Bilder / das Videomaterial mal angeschaut habe - das ist dann doch ziemlich schlecht - ich Vergleich zu Phantom-Footage mit goPro Hero3 etc..
Ich hatte vorher viele Testberichte gelesen - da stand das auch schon so drin - ich hatte aber gehofft, daß das mit der Bildqualität nicht so schlimm sein kann..
Ich weiß gar nicht mehr, wo ich das gelesen hatte - muss gleich nochmal suchen..

Die Stabilität ist aber der Hammer - war mir gar nicht bewußt, daß das ohne mechanischen Gimbal überhaupt geht..

Wie bist Du mit dem Flugverhalten zufrieden? Besonders bei Wind?

Ciao

Brötchenbacke
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Re: Meine Bebop Erfahrungen

Beitrag von Brötchenbacke » 7. Feb 2015 10:04

Bei Wind fiel mir auf, dass die interne Rechenleistung wohl eher der Videoverarbeitung zu Verfügung gestellt wird, anstatt der Positionierung.

Zumindest wurde die Drohne während der Startphase gute 20 bis 30 Meter weg geweht. Da Sie nach der Startphase selbstständig versucht den Versatz auf ca 50% zu reduzieren, gehe ich davon aus, dass die Positionierung in der Prioritätenlisten hinter der Bildverarbeitung und der Stabilisierung stattfinden.

Ansonsten ist eine einfache 360 Grad Drehung der Drohne mit einem 15 Meter Höhenversatz und nur mit einem "Arbeitsbereich" von ca 25 Meter möglich. Das Verhalten erinnert stark an einen Drachen dem die Schnur gerissen ist.

Die Windbedingungen bei denen ich das ganze getetstet habe wurden nicht gemessen. Der Flug fand im Westerwald statt bei 2Grad und soviel Wind, dass die Drohne beim ruhigen schweben eine Schrägstellung von ca 15 Grad einnehmen musste um den zum Teil böigen Wind zu begegnen.

EIn selbst gesteuertes Modellflugzeug/Heli würde ich in der Gewichtsklasse der Bebop, mit meinen Fähigkeiten und den Windbedingungen, nicht mehr crashfrei geflogen bekommen.

Die Landung war im Vergleich zum Start recht genau. Die Drohne kam nahezu senkrecht an der vorgesehenen Stelle herunter. Wäre es nicht so Kalt gewesen, hätte sogar das Starkwind fliegen Spaß gemacht. Zumindest ist das Video wie zu erwarten top Stabilisiert und trotz jeder Menge Licht und Schnee nicht wirklich hochqualitativ.

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Re: Meine Bebop Erfahrungen

Beitrag von Ipit » 1. Apr 2015 14:24

Hallo Brötchenbacke/Bebop-Pilot.

Da ihr beiden ja schon praktiche Erfahrung mit der Bebop habt,habe ich dies bezüglich mal eine Frage.Lt.Parrot soll es mit " Freeflight 3.0 " möglich sein,mehrere Wegpunkte auf der Karte zu markieren,die dann die Bebop in der Autopilotfunktion nacheinander abfliegt.Geht das jetzt tatsächlich ?

Gruß

Ipit

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Re: Meine Bebop Erfahrungen

Beitrag von Martinnw » 27. Mai 2015 07:44

Hallo,

Wegepunkte gehen hoch nicht.

Alle Piloten waten auf das Update welches bitter nötig ist.
Gruß Martin

Parrot Bebop mit Skycontroller, Fatshark Dominator HD FPV
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Re: Meine Bebop Erfahrungen

Beitrag von Ipit » 31. Mai 2015 08:24

Hallo Martinnw.

Danke für deine Antwort.In Deutschland gibt es bestimmte Gesetzte,wo Anflüge auf mehreren Wegpunkten mit Modelfliegern untersagt sind.Wer weiß,ob das bei uns überhaupt mal möglich sein wird.Ein Update für " Freeflight 3.0 " hat es ja schon einmal gegeben,aber das war es wohl noch nicht !

Gruß

Ipit

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Re: Meine Bebop Erfahrungen

Beitrag von AR.Tommy » 1. Jun 2015 09:07

Hallo,

würdest du uns die entsprechenden Gesetzestexte raussuchen?
http://www.digitalsirup.com
Sweet and delicious AR.Drone Apps.

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