Seite 1 von 1

Nicht dem "Sport und Entspannung" dienende Flüge

Verfasst: 3. Jul 2013 10:39
von borg
Ein Flug der beruflich ausgeübt wird, der gewinnschaffenden Interessen dient oder im
Auftrag eines Freundes, eines Unternehmens/Unternehmers oder auch eines Stadtoffiziellen
unternommen werden soll, zählt nicht mehr dem hier im Forum beschriebenen freizeit-
gestaltenden MODELLflugsport zu.
Somit können unsere ferngesteuerten Flugmodelle mit und ohne Kamera nicht mehr als
Flugmodelle bezeichnet werden, sonder sie zählen dann zu den unbemannte Fluggeräten.

1. Ein FlugMODELL dient dem Sport oder der Entspannung ( §16LuftVO ).
Ein Flug im Auftrag eines Freundes, eines Unternehmens oder Unternehmers, aber auch eines
Stadtoffiziellen dient genausowenig dem Sport und der Entspannung wie ein mit dem Ziel der
Gewinnerwirtschaftung erfolgter Flug. Dabei spielt es keine Rolle ob dieser Flug gegen finanzielle
Entlohnung oder Naturalbezahlung (z.B. eine Tasse Kaffee) erfolgt. In diesen Fällen würde es
sich um einen sog. kommerziellen Flug handeln, der dann auch dem geltenden Gewerbe-,
Handels- und Wirtschaftsrecht unterlägen (Folge: Gewerbeanmeldung, Steuerpflicht, etc.)

2. Es dürfen lt. §16(1) 1.c) nur FlugMODELLE ohne Verbrennungsmotor innerhalb der 1,5km-
Zone um bewohntes Gebiet OHNE Aufstiegsgenehmigung fliegen. In der Stadt (auch dem
Stadtpark) wäre somit kommerzielles fliegen untersagt.

Aufgrund des unter 1. aufgeführten Sachverhaltes, der Kommerziellen Absicht, handelt es
sich nicht mehr um ein FlugMODELL, sondern um ein unbemanntes, ferngesteuertes
Fluggerät, auch wenn es leichter als 5kg ist.
Für dies wird eine um den Ferngesteuerten Flug erweiterte Berufshaftpflicht sowie eine
Aufstiegsgenehmigung benötigt, evtl. muss die Flugsicherung informiert werden,
Absperrungen des Fluggeländes vorgenommen werden. Es ist diesbezüglich mit einem
unbemannten Luftsystem, einer Drohne, einem UAV oder einem Flugzeug gleichgestellt,
nicht jedoch einem FlugMODELL, ganz egal welcher Art, Klasse oder Kategorie.

3. Fliegen ohne erforderliche Aufstiegsgenehmigung ist wie das Nichtmitführen des
Versicherungsnschweises eine Ordnungswiedrigkeit. Somit kann eine mündliche oder
schriftliche Verwarnung erfolgen bzw. sogar ein Verwarnungsgeld ausgelobt werden.

4. In meinen DMO-Versicherungsbedingungen steht übrigens ausdrücklich, dass bei
kommerziellen Flügen kein Versicherungsschutz durch die MODELLflughaftpflicht-
versicherung besteht.