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Mit Kamerasystem keine Haftpflicht / Österreich und Kamera

Hier diskutieren Laien über Recht und Versicherungen im Allgemeinen. Es erfolgt keine individuelle Rechtsberatung, keine tatsächlichen Sachverhalte, rein hypothetisch.
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Mit Kamerasystem keine Haftpflicht / Österreich und Kamera

Beitrag von Sisko4 » 3. Sep 2013 16:26

Wollte mir heute eine Haftpflichtversicherung zulegen, jedoch ging das nach hinten los.

Ich bin froh, dass man mich vorher darüber aufgeklärt hat und nicht einfach ignoriert hat.

Situation:

Conrad Modellbauabteilung, wieder den einzigen Profi in der Abteilung erwischt, der wirklich Ahnung hat.
Wollte für die Phantom die Versicherung gerade kaufen, als er mich noch fragte, ob privat und mit oder ohne Kamera.

Da ich den Sinn einer Drone ohne Kamera nicht wirklich erkenne, außer 3D Flug, wars ja mal logisch, dass ich nur mit Kamera fliege.
So, Problem ist, sobald die Kamera im Käfig sitzt, bringt die Versicherung gar nichts.
Wenn sie aus dem Käfig raus ist, gilt die Versicherung wieder.

Typischer Bürokratie-Schwachsinn, ich seh da keinen Unterschied...
Ich will ja die Drone versichern, dass wenn sie ein Eigenleben entwickelt und was beschädigt, ich versichert bin.
Was hat das mit der Kamera zu tun, für die die Phantom ja eigentlich ausgelegt ist?

Kann morgen selber zur Allianz gehen und mich erkundigen, was der Crap soll und was es mit Kamera kostet...
Wenn die mir dann auch noch sagen, dass mit jedem weiteren Teil die Kosten steigen, flieg ich nur mehr auf Wiesen bzw. Grünland...

Warum muss das alles so kompliziert sein?

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borg
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Re: Mit Kamerasystem keine Haftpflicht / Österreich und Kame

Beitrag von borg » 3. Sep 2013 20:18

Uups,
gerade gesehen, dass Du in unserem Nachbarland wohnst.
Aber eine systematische Sammlung der Vorschriften bei Dir, ähnlich der "Gesetzliche Vorgaben in der BR Deutschland (1-6)" wäre auf jeden Fall interessant und informativ.
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Re: Mit Kamerasystem keine Haftpflicht / Österreich und Kame

Beitrag von AR.Tommy » 4. Sep 2013 07:04

Hallo,

jemandem bei Conrad kann man das glauben oder nicht. Von welcher Haftpflichtversicherung hat er denn gesprochen? Gab es Quellenverweise? Die hier schon mehrfach angesprochene Versicherung bei der DMFV gilt auch in Österreich.

http://dmfv.aero/files/DMFV-Broschüre-V ... schutz.pdf

Bei der DMO bin ich mir nicht sicher, konnte auf die Schnelle dazu auch nichts finden.
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Re: Mit Kamerasystem keine Haftpflicht / Österreich und Kame

Beitrag von Sisko4 » 4. Sep 2013 11:34

Ich komm grade von der Allianz, dort wussten die Mitarbeiter von so einer Versicherung für Modelle gar nichts.

Bekomme heute noch einen Anruf, falls sie was in Erfahrung gebracht haben.

Irgendwie hab ich aber eh schon das Gefühl, dass ich auf ne Versicherung pfeife...innerorts habe ich keinen Grund zu fliegen...da gibts nix sehenswertes, nur eine Dönnerbude nach der anderen :lol:

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Re: Mit Kamerasystem keine Haftpflicht / Österreich und Kame

Beitrag von Sisko4 » 4. Sep 2013 13:41

UPDATE:

Gerade einen Anruf bekommen, der mir zumindestens die Haftpflichtversicherung erspart...leider.

Es ist seit 2013 in Österreich NICHT erlaubt, Kameras auf Modelle zu montieren und somit können diese auch nicht versichert werden.

Soll ich sagen, was ich davon ehrlich halte?
Ich glaube es sollte eigentlich jedem schon aufgefallen sein, dass Österreich und Deutschland die gleiche beknackte Systematik haben...beknackt von vorne bis hinten.

Ich glaub, ich scher mich demnächst auch nicht mehr darum, ob die zukünftige FPV Anlage 25mw oder 250mw hat...

Bei uns wird das eh eher so sein, dass das den meisten einfach wurst ist, weils eh keinen schert.
Nur in Deutschland dürften sie dir wie die GEZ hinterhergeiern.

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Re: Mit Kamerasystem keine Haftpflicht / Österreich und Kame

Beitrag von borg » 4. Sep 2013 16:25

Hi Tommy,
Österreich ist tatsächlich interessant.
Zwar ist meine DMO auch on Ö rechtsgültig, aber ich darf mit meiner AR dort nicht fliegen. Nur mit einem gewichtsmässig nicht näher definierten Flugmodell und macim Die Kamera zählt quasi als Nutzlast.
Und im nächsten Jahr, 2014 müsste ich sogar verpflichtend bei einer Datenschutzkommision um Aufnahmeerlaubnis fragen.
Man kann unseren Amtsschimmel tatsächlich noch toppen. FPV, Kameras an Multikoptern und Schaumwaffeln, alles verboten. Und das mit relativ wenigen und allgemein formulierten Gesetzen. Einzig exakt definiertes Detail, mit einem Modell darf man bei Sichtkontakt maximal 500m im Umkreis zum Standort fliegen.
Ich würde mich freuen, wenn jemand die Österreichischen Gesetze und Vorschriften zusammen suchen würde. Wäre wirklich interessant.
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Re: Mit Kamerasystem keine Haftpflicht / Österreich und Kame

Beitrag von AR.Tommy » 5. Sep 2013 07:19

Hallo,

ich habe heute morgen jetzt nur mal kurz recherchiert und konnte zu diesem Verbot der montierten Kameras nichts verlässliches finden. Und mit verlässlich meine ich nicht einen Forenbeitrag irgendwo sondern eine Primärquelle. Was man schnell findet wenn man zum Thema "Modellbau Österreich Kamera" sucht ist eine Email von einem "Fachverband der Film- und Musikindustrie" die seit 2011 durch verschiedene Foren getrieben wird.

In dieser Mail steht:
Betreff: Luftaufnahmen/Filme mit Drohnen/Modellflugzeug en, ferngesteuerten Oktokoptern

Sehr geehrte Damen und Herren!
Aus aktuellem Anlass:
Laut Meinung des Infrastrukturministeriums besteht derzeit ein Betriebsverbot für ferngesteuerte Flugkörper, egal wie schwer sie sind und in welcher Höhe sie fliegen, sobald eine Kamera montiert ist. Mit Kamera sind diese Flugkörper nach Meinung des Infrastrukturministeriums lt. Luftfahrtgesetz als Luftfahrtzeuge zu qualifizieren und können klarer Weise die dort vorgesehenen Auflagen nicht erfüllen.
Grundsätzlich sind Modellflugzeuge bis 25kg bewilligungsfrei; mit Kamera gelten sie als „befrachtet“.
Auch auf Grund unserer Anregung hat das Infrastrukturministerium eine neue Regelung in der anstehenden Luftfahrtgesetznovelle angekündigt, die aber auf Grund der Rückmeldungen des Justizministeriums sowie der Austro Control noch auf sich warten lässt. Mit einem Entwurf ist voraussichtlich über Weihnachten zu rechnen, der dann auch in Begutachtung gehen wird.
Bis zur Änderung der rechtlichen Lage sind Flüge mit ferngesteuerten Fluggeräten und Drohnen mit Kameras jedoch unzulässig und könnten im Schadensfall auch versicherungsrechtliche Komplikationen nach sich ziehen.
Die Mail sagt also gar nichts! Alles nur Vermutungen, Vielleichts und Ankündigungen, keine Quellenverweise und es ist nichtmal klar ob das überhaupt für Privatpersonen gilt. Wahrscheinlich nicht, denn hier schreibt der Fachverband der Film- und Musikindustrie, also sind das gewerbliche Luftaufnahmen.

Liest man die Threads weiter findet mal viele gute Argumente warum das auch nicht sein kann, denn die AR.Drone wäre damit in Österreich verboten, man kann sie jedoch problemlos an jeder Ecke kaufen.

Außerdem konnte ich auf fpv-community.de eine Antwort vom Aeroclub finden die das auch nochmal deutlich klarstellt:
Hier nun die offizielle Antwort vom Aeroclub (Manfred Dittmayr):

Lieber Alexander

Bezüglich Information über das neue LFG (Novelle) wurden
seitens des Aeroclubs/Modellflugsport zwei
Infoveranstaltungen (März 2013 Salzburg/ Mai2013 Wien)
abgehalten zu den alle Obmänner eingeladen wurden.
Weiters wurden alle Landessektionsleiter und
Vereinsobmänner schriftlich informiert:

Fest steht, und das haben wir in langen Verhandlungen
erreicht, das Quatrocopter bisX-copter Flächenmodell und
Helis bis 25Kg Abfluggewicht sowohl rechtlich als auch
versicherungstechnisch weiterhin als Flugmodelle gelten,
solange sie nicht gewerblich genutzt werden.
Für FPV Flüge wurde zusätzlich vereinbart dass ein
Flugbeobachter zugegezogen wir, der bei FPV Flügen den
Luftraum beobachtet und bei Gefahr in Verzug den Piloten
informiert/warnt.
Das wars aber auch schon!! Wir haben damit eine der
freisten Regelungen in Europa erreicht!!!
Nur für gewerbliche Flüge werden andere Gesetze gelten die
aber noch in Ausarbeitung sind.

Übrigens wird das Gesetz frühestens ab Oktober2013 in Kraft
treten.
D.h. alles wie gehabt. Wenn ihr euch versichern wollt, informiert euch bei den großen Verbänden und versucht nicht bei einzelnen Haftpflichtversichungen irgendwas rauszuholen. Die kennen sich (vermutlich) nicht so aus wie die Verbände. Davon abgesehen ist es auch in unserem Sinne die Verbände zu stärken, denn das ist unsere einzige Lobby.
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Re: Mit Kamerasystem keine Haftpflicht / Österreich und Kame

Beitrag von Sisko4 » 5. Sep 2013 09:00

Spitze Tommy!

Ich werds mal über den Aero Club hier probieren, die haben da sicher mehr Ahnung als ein Versicherungsgeier :lol:

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Re: Mit Kamerasystem keine Haftpflicht / Österreich und Kame

Beitrag von krebbi » 25. Sep 2013 09:01

Die DMO in Deutschland ist lediglich ein Versicherungsvermittler der Allianz, bei der wiederum die Luftfahrtversicherungsabteilung zuständig ist.
Also effektiv dort, wo Du auch deinen Airbus 380 versicherst, wenn du einen hast.
Darum wird die normale Haftpflichtabteilung (resp. Allianz Sach) nichts über derartige Policen wissen.
Am Besten in der Allianz-Zentrale in Österreich anrufen und zur o.g. Abteilung durchfragen.

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