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Ortungspieper in AR.Drone einbauen

Anleitungen die Tipps und Tricks oder einfache Erklärungen rund um die AR.Drone zeigen. Gerne auch als Video, bevorzugt auf Deutsch.
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Firefly
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Ortungspieper in AR.Drone einbauen

Beitrag von Firefly » 19. Dez 2013 02:26

Nachdem ich neulich meine ARD2 mit fremder Hilfe von einem - zum Glück blattlosem - Baum schütteln lassen mußte, habe ich mich entschlossen, einen Ortungspieper in die Drohne einzubauen, um im Falle eines Falles die unauffindbare ARD2 doch wiederzufinden und zu bergen. AR.Tommy hat ja bereits in einem Beitrag (hab ich nicht mehr wiedergefunden) hier den Ortungspieper OMP1 von ELV-Elektronik vorgestellt. Diesen habe ich mir gekauft und möchte über den Einbau berichten.

Abb 1. zeigt alle Teile, die mit dem OMP1 geliefert werden: A) Roter Schrumpfschlauch für Platine, B) Ein-/Ausschalter, C) Platine mit Lautsprecher (schwarzer Kopf rechts) und darunter die Alarm-LED (im Alarmmodus: blaues Blinklicht)
Firefly06.jpg
Vor Beginn des Einbaus muss man sich grundsätzliche Gedanken machen, da verschiedene Möglichkeiten realisierbar sind: Man kann zum Beispiel den OMP1 an den Flugakku hängen oder mit einer eigenen Stromquelle versehen. Man kann neben der Ortungsfunktion des Piep- und Lichtsignals, das dann einsetzt, wenn die Drohne 5 Minuten nicht bewegt wird, auch die Akkuspannung überwachen lassen, so dass der OMP1 anspricht, wenn eine vorgewählte Akkuspannung unterschritten wird. Die Signalfolge (zeitlicher Abstand zwischen Ton-/Lichtzeichen) ist dann eine andere als bei der Ortungsfunktion. Meine Einbauentscheidung sah wie folgt aus: Keine Spannungsüberwachung, keinen Anschluss an den Flugakku, denn der Pieper sollte auch dann noch funktionieren, wenn der Flugakku bereits leer ist. Der zusätzliche Akku sollte natürlich möglichst geringes Gewicht haben. Die Akku-Kapazität spielt nur eine Nebenrolle, da der Pieper nur eine Stromaufnahme von 0,2mA aufweist. Fündig wurde ich bei Conrad Elektronik mit der folgenden Emmerich Knopfzelle: NiMH, Zellspannung: 4,8 V, Kapazität: 80 mAh, Leistungsbereitstellung (Elektische Arbeit): 0,40 Wh, Gewicht: 14 g.
Aus der elektrischen Arbeit des Akkus und der Stromaufnahme von 0,2 mA des Piepers läst sich berechnen, dass bei vollem Akku der Pieper über 416 Stunden, also über 17 Tage, piepen und blinken kann, bevor er seinen Geist aufgibt. Und wenn bis dahin die Drohne nicht gefunden ist, kann man sie nun wirklich abschreiben. Die weitere Überlegung war, Pieper, Batterie und Ein-/Ausschalter als einen Modul außerhalb der Drohne zu verbauen, das auch leicht wieder abnehmbar ist. Als Gehäuse für das Modul habe ich eine Endkappe eines verbrauchten Akkupacks aus dem RC-Car-Bereich verwendet. Die Abb 2. zeigt den Größenvergleich der zusätzlichen Bauteile: D) grüne Knopfzelle, E) Endkappe Akkustick als Gehäuse, C) nochmals Pieper, der nach erfolgreichem Test in dem roten Schrumpfschlauch eingeschrumpft wurde.
Firefly07.jpg
Die obere Öffnung des Gehäuses wird mit dem Cutter ausgeschnitten, so dass der Schalter bündig reinpasst (Abb. 3).
Firefly08.jpg
An der Seite wird mit einem Lexanbohrer eine kreisrunde Öffnung geschnitten, durch die der Pieper eingeführt werden kann. Nun werden die Lötarbeiten durchgeführt: Zunächst wird die rote Plus-Litze des Piepers halbiert, ein Teil davon an den mittleren Kontakt des Schalters angelötet, der zweite Teil an einen beliebigen Außenkontakt des Schalters. Die Lötstellen werden gut mit Schrumpfschlauch überzogen. Nachdem der Schalter in der Plus-Leitung des Piepers verlötet ist, werden Pieper und Schalter in das Gehäuse eingesetzt. Danach wird das schwarze Kabel des Piepers mit dem Minus-Pol und das rote Kabel mit dem Pluspol des Akkus verlötet. Damit der Akku mit einem Akkulader aufladbar ist, habe ich noch ein kurzes Ladekabel an den Akku angelötet. Dann wird das ganze Kabelgedöns und der Akku im Gehäuse verpackt und zweimal mit schwarzen PVC-Band umwickelt. Die Schalterstellung bei eingeschaltetem Pieper habe ich zusätzlich mit dem entsprechenden Aufkleber versehen. Nach diesen Aktionen hat mein Modul das folgende Aussehen (Abb. 4: Vorderseite bzw. Abb. 5: Rückseite). Das Modul wiegt ca. 28 g und liegt damit in der Größenordnung des Flightrecorders (31g).
Firefly09.jpg
Firefly10.jpg
Zur Außenbefestigung des Moduls an der Drohne habe ich Klettband verwendet, so dass dieses wieder leicht entfernt werden kann. Als Befestigungsort an der ARD2 habe ich die Aussparung auf der Unterseite zwischen Rumpf und Kopf der Outdoor-Hull gewählt. Der Einbau erfolgte quer (Abb. 6: Unterseite bzw. Abb. 7: Frontsicht)
Firefly11.jpg
Firefly12.jpg
Die bisherigen Flugtests mit dem Modul waren Indoor und Outdoor erfolgreich, man darf nur nicht vergessen nach dem Fliegen den Akku auszuschalten, sonst geht das Gepiepe spätestens zu Hause los, wenn er mal 5 Minuten ruhig liegt. Von der Lautstärke her, denke ich, dass man die Drohne akustisch aus weiterer Ferne hören kann, wenn sonst keine Störgeräusche da sind. Habe aber bisher noch keine genauen Entfernungsmessungen vorgenommen.
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Re: Ortungspieper in AR.Drone einbauen

Beitrag von AR.Tommy » 19. Dez 2013 09:53

Wow, schöner Beitrag. Vielen Dank fürs teilen deiner Erfahrung!

Mein Artikel zu dem Ortungspiepser war hier: http://www.drone-forum.de/2013/08/kauft ... -ar-drone/
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Re: Ortungspieper in AR.Drone einbauen

Beitrag von borg » 19. Dez 2013 10:21

Danke!
Unser Treffen mit Deinem ersten Kontakt zur AR in Köln hat sich echt gelohnt! Ich glaub, ich muss mal nach Mainz zu Conrad. Super Idee und Ausführung.
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Re: Ortungspieper in AR.Drone einbauen

Beitrag von Firefly » 21. Dez 2013 14:24

Ja, die Begegung mit der ARD2 auf dem Campingplatz war eine echte Initialzündung für dieses neue Hobby. Bisher habe ich mich ja als begeisterter RC-Car Verbrennerfahrer (VG8) bei schönem Wetter häufig auf der Rennbahn aufgehalten. Werd ich zukünftig auch weiter machen. Der zeitliche Aufwand für das Fahren dort ist doch bedeutend höher und muss schon ein paar Tage im Voraus geplant werden. Außerdem gibt's noch ne Menge an Kosten für Verschleißteile, Reifen, Sprit und Bahnbenutzung. Das ist ja bei der ARD2 anders, zwei Stunden Vorlauf für's Akkuladen reicht und schon kann man auf der nächsten Wiese starten, also keine 20 km Anfahrt bis zur Rennbahn oder zum Modellflugplatz. Die Kosten für dieses Hobby sind ja auch sehr bescheiden, wenn man seine Grundausrüstung erst mal hat und nicht zu häufig schwere Crashes hinlegt.

Wirklich sehr angetan bin ich auch von diesem Forum: Es gibt zum Glück wenig Kommentare mit "geistigem Dünnschiss", die meisten Beiträge sind inhaltlich auf einem hohen Niveau und bieten dem Leser gute Hilfestellungen bei Problemen an. Das Ziel meiner eigenen Beiträge sehe ich auch darin, dass möglichst viele Forumbesucher einen Nutzen davon haben, wenn sie nach spezifischen Anworten suchen und natürlich freut es mich, wenn ich auf meine Beiträge ein positives Echo aus der Community bekomme. Vielen Dank für Eure Zustimmung.
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Re: Ortungspieper in AR.Drone einbauen

Beitrag von whense » 22. Dez 2013 17:29

Firefly... kannst du bitte mal den genauen Link zum "Ortungspieper OMP1" bei ELV hier schreiben.
Ich habe dort nichts gefunden, wollte den dort kaufen.
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Re: Ortungspieper in AR.Drone einbauen

Beitrag von Firefly » 22. Dez 2013 23:15

Weihnachtsüberraschung für whense: ;)

Paket hier bitte aufreißen: http://www.elv.de/output/controller.asp ... ail2=35703

Bald schon kommt der Weihnachtsmann und bringt die Geschenke dann! :D

Viel Spaß und schöne Weihnachten

wünscht Firefly
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Re: Ortungspieper in AR.Drone einbauen

Beitrag von whense » 22. Dez 2013 23:41

Firefly... vielen Dank dafür.. ich bestelle es aber erst im neuen Jahr... habe schon zu Weihnachten zu viel gekauft.
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