Zusätzliche Akkus für die AR.Drone

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Zusätzliche Akkus für die AR.Drone

Beitrag von AR.Tommy » 30. Jun 2013 09:56

Originalartikel: http://www.drone-forum.de/2013/06/zusat ... -ar-drone/

Viele AR.Drone Piloten fragen sich gerade am Anfang: welche Zusatzakkus kann ich verwenden? Und welche Akkus haben das beste Preis/Leistungsverhältnis? Auch im AR.Drone Forum wurden diese Fragen schon mehrfach gestellt, Zeit sich in einem Artikel ausführlich damit zu beschäftigen.

Mit den Akkus für die AR.Drone ist es wie bei vielem in unserem Hobby: man kann den „Evolutionsweg“ gehen, dabei viel Geld verbraten und dafür die Erfahrungen selbst machen oder man informiert sich vorher und profitiert von der Erfahrung anderer Piloten um es gleich „richtig“ zu machen.

Der Evolutionsweg sähe bei den Akkus so aus, dass man sich nach und nach einen Parrot Akku kauft, sich mit dem minderwertigen Ladegerät rumärgert und irgendwann nach dem 4 oder 5. Akku bemerkt: wow ich habe ganz schön viel Geld hingeblättert und nur Käse bekommen.

Aber wie macht man es denn „richtig“?

Ohne wiederzukauen was andere viele Webseiten über Lipo Akkus geschrieben haben, muss man wissen, dass die AR.Drone einen 3-zelligen Lipo Akku (Lipo steht für Lithium-Polymer) mit einer Kapazität von 1000 mAh verwendet. Solche Akkus sind im Modellbau weit verbreitet. Spätestens alles was fliegt und kein Verbrennermotor besitzt verwendet heute solche Lipos.

Weitere Informationen über den Aufbau und was es bei Lipos alles zu beachten gibt könnt ihr euch zum Beispiel unter http://www.mikrokopter.de/ucwiki/LiPo durchlesen. Für uns istmehr der Unterschied bzw Vergleich zu den Akkus von Parrot wichtig:
akkuvergleich.JPG
Vorteile/Nachteile Parrot Akkus
  • 3S (3S bedeutet 3 Zellen) 1000mAh. (bzw seit Neustem auch in 1500mAh)
    Vergleichsweise teuer, ab 30 Euro aufwärts.
    Ein zusätzlicher Akku ist bequem gekauft und kann gleich eingesetzt werden.
    Proprietärer Ladestecker, kann nur mit Parrot Ladegerät geladen werden. Um hier genau zu sein müsste man sagen, dass nur der Balancestecker proprietär ist.
    Es gibt also keinen (standard) Balancestecker, der Grundlage für viele Mods, Beleuchtung, Lipo Warner usw ist.
Vorteile/Nachteile Standard Lipos
  • 3S, gibt es für den Akkuschacht passend in 1000 bis 2000 mAh.
    Relativ günstig, ab 10 Euro aufwärts.
    Haben meisten den gängigen XT60 Stecker sowie einen Balancestecker, der sich für viele Mods nutzen lässt.
    Das bedeutet man kann diese Akkus nicht mit dem Ladegerät von Parrot laden und benötigt hier ein komplett neues Ladegerät. Das ist auch einer der zwei Knackpunkte wenn man sich dazu entscheidet „normale“ Lipo Akkus für die AR.Drone zu verwenden.
    Andererseits liegen zwischen einem „richtigen“ Ladegerät für Lipos und dem Parrot-Ladegerät richtige Welten. Ihr könnt Akkus bedeutend schneller laden, habt viele Zusatzinformationen, bekommt solche Dinge wie den Storage-Modus (eine spezielle Art Akkus zu laden um sie zu lagern) oder könnt Entlade- und Lade Zyklen programmieren.
    Insgesamt lohnt sich der Aufwand leider nicht bei nur einem oder zwei zusätzlichen Akkus.
Der 2. Knackpunkt: Löten

Wie bereits erwähnt gibt es auch einen zweiten Knackpunkt. Und nicht selten löst er bei Einsteigern oft etwas Panik aus: das Löten. Diese Panik ist jedoch unbegründet und man wird auf Dauer auch nicht drumherum kommen. Denn um ständig mit Adaptern für XT60 auf Mini-Tamiya und wieder zurück rumzuhantieren, muss man schon sehr schmerzfrei sein.

Es gibt zwei Möglichkeiten: 1. man lötet an jeden Lipo den man kauft das Gegenstück zum Stromstecker der AR.Drone (Mini-Tamiya) oder, und dies ist meiner Meinung nach die Bessere, man lötet einmal den AR.Drone Stromstecker auf das Gegenstück zum XT60 Stecker um.

Erstens muss man dazu weniger Löten und wer eh schon wenig Erfahrung in Punkto Löten hat, sollte sie nicht gerade beim Löten mit Lipos sammeln. Zweitens ist der XT60 Stecker nicht so vom Ausleihern und Abnutzen betroffen, wie das leider beim Orignal Parrot-Stromstecker der Fall ist.
ar.drone_xt60_stecker.JPG
Dabei solltet jedem klar sein, dass die Garantie erlischt und man die bereitsgekauften Akkus auch nicht mehr weiterverwenden kann.

Aber hey, schau doch mal in unseren Kleinanzeigen vorbei, falls du Akkus loswerden willst.

Welches Ladegerät und was sollte man beachten?

Ordentliche Ladegeräte bekommt man inzwischen ab 35.- Euro. Beliebt ist hier das iMax B6 oder baugleiche Geräte. Zu bekommen zum Beispiel bei Amazon oder deinem freundlichen Modellbauhändler um die Ecke.

Hier ist darauf zu achten, dass man gleich das richtige Ladekabel für XT60 Stecker mitbestellt und das der Balancerstecker auch passt. Ansonsten muss man gleich wieder löten. Es gibt haufenweise unterschiedliche Balancerstecker, die erwähnten Akkus von Turnigy verwenden JST-XH.

Wenn ihr euch nicht sicher seid, welches Ladegerät für euch passt, dann postet einen Kommentar oder schaut in unserem Amazon Partnershop nach empfohlenen Produkten.

Fairerweise muss man auch dazu sagen, dass so ein Ladegerät irgendwo auch ein „Evolutionsweg“ ist, denn auch wenn man damit in doppelter bis 5-facher Geschwindigkeit (abhängig vom angegeben Ladewert des Akkus: Charge Rate) laden kann, landet man je nach Nutzung vielleicht irgendwann bei einem Multiladegerät wie dieses hier.
multilader.JPG
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Re: Zusätzliche Akkus für die AR.Drone

Beitrag von AR.Tommy » 30. Jun 2013 09:57

Ab wann lohnt sich der Aufwand?

Ab wie vielen Akkus sich dies aus rein wirtschaftlichen Gesichtspunkten lohnt ist leicht auszurechnen. Zur Vereinfachung berücksichtigen wir hier nicht, dass man seinen alten Parrot-Akku und das Ladegerät dazu auch noch verkaufen kann.

Mit der AR.Drone hast du einen Akku bekommen. Die Rechnung für weitere Akkus sieht so aus:

Um 2 Parrot Akkus zu haben musst du dir einen dazu kaufen. Ausgaben: 30.- Euro
Um 4 Parrot Akkus zu haben musst du dir drei dazu kaufen. Ausgaben: 90.- Euro

Um auf andere Lipos umzusteigen benötigst du ein Ladegerät für ca. 35.- Euro, Kabel und Kleinigkeiten für ca. 3.- Euro und für jeden weiteren Akku ungefähr 12.- Euro.

Um 2 andere Lipos zu haben hättest du Ausgaben von: 62.- Euro, das würde sich also noch nicht lohnen.

Um 4 andere Lipos zu haben hättest du Ausgaben von: 86.- Euro, ab hier lohnt es sich bereits.

Fazit

Hast du gerade wenig Geld locker oder wolltest dir nur einen oder zwei zusätzliche Akkus kaufen dann bist du mit den Parrot Akkus ganz gut bedient.

Falls dich das rote Blinken und die anderen Zickereien des Ladegeräts von Parrot jedoch zu Tode nerven und du sowieso vor hast mehr als eine Stunde am Stück zu fliegen oder du im Geldbeutel gerade 100.- Euro zuviel hast, dann steig besser jetzt als später um.

Was benötigt man?

Turnigy 3S Lipo 1000 mAh 25 bis 50C, z.B. die Turnigy Nano-Tech Akkus von Ebay: http://www.ebay.de/sch/i.html?_trksid=p ... &_from=R40

Ein Ladegerät, zum Beispiel das iMax B6 aus unserem Amazon Partnershop: http://astore.amazon.de/ardrfo-21?_encoding=UTF8&node=6
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Re: Zusätzliche Akkus für die AR.Drone

Beitrag von borg » 30. Jun 2013 10:30

Das hast´de jut beschrieben. Locker, Fluffig und in einem schönen Plauderton.
Danke, sollte mich jemand mal danach fragen und ich alles schon mal mündlich
erklärt haben, werde ich ihm zum Nachlesen den Link hier her geben.
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Re: Zusätzliche Akkus für die AR.Drone

Beitrag von ar-spycam » 1. Jul 2013 08:26

Sehr schöner Beitrag, der mir auch weiterhelfen wird.
Danke.

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Re: Zusätzliche Akkus für die AR.Drone

Beitrag von Kiwi » 1. Jul 2013 14:37

Hallo,
Kann man an die vorhandenen Dronenakkus auch andere Stecker anlöten und diese dann mit einem solch tollten Ladegerät wie Du es als Bild eingestellt hast mit anderen Lipos gemeinsam laden. Bei dem Dronenbild kommt ein zweites Kabel aus der Drone raus. Wo muss man dieses denn anlöten ? Bevor ich mir alles bestelle wüsste ich gerne, ob ich meine vier Parrot Akkus weiternutzen kann und wo ich das Kabel bzw. die Kabel anlöten muss.
Gruß Kiwi

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Re: Zusätzliche Akkus für die AR.Drone

Beitrag von AR.Tommy » 2. Jul 2013 07:21

Hallo Kiwi,

das könnte man im Prinzip schon wenn man die Belegung kennt. Das bekommt man aber nicht so sauber hin, dass man das auch benutzen will. Es sei denn du steckst den ganzen Akku danach in einen Schrumpfschlauch. :D

Nein ernsthaft, da kann man nur davon abraten.
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Re: Zusätzliche Akkus für die AR.Drone

Beitrag von FlieWaTüüt » 9. Jul 2013 08:05

Hi *.*

Wo kann ich diese Ding qualitativ einordnen ?

Aloha...
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Re: Zusätzliche Akkus für die AR.Drone

Beitrag von AR.Tommy » 9. Jul 2013 08:50

Das ist das Ladegerät der AR.Drone 1. Meiner Meinung nach besser als das Ladegerät der AR.Drone 2, aber nicht viel und immer noch schlimm. Wenigstens konnte man Akkus mit Balancerstecker laden.

Viele hatten so einen "Rot-Grün" Fehler. Mitten im Laden hat es dann Rot-Grün geblinkt und dann ging nichts mehr. :D
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Re: Zusätzliche Akkus für die AR.Drone

Beitrag von meikotimo » 9. Jul 2013 18:11

Sind denn die LiPo's von "Turnigy Nano Tech" qualitativ hochwertiger als die originalen von Parrot?
Günstiger - ja auf jeden Fall.
- Aber wie sieht's mit den Ladungszyklen aus?

Wollte mir demnächst auch ein paar neue LiPo's kaufen, mit mehr mA ... >1300 inkl. Steckerumbau an der Drone.
Zuletzt geändert von meikotimo am 10. Jul 2013 16:39, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Zusätzliche Akkus für die AR.Drone

Beitrag von AR.Tommy » 9. Jul 2013 22:27

Ich habe die Zyklen nicht gezählt, aber die Nano Tech Akkus sind in jedem Punkt besser als die Originalen. Schau dir die Specs an bei Hobbyking: http://www.hobbyking.com/hobbyking/stor ... _pack.html

Laden mit bis zu 5C ist schon ordentlich. Meiner Meinung nach die besten die man derzeit kaufen kann.
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