Deine AR.Drone driftet ab oder liegt nicht stabil in der Luft?

Eine der häufiger gestellten Fragen bei uns im AR.Drone Forum ist „was tun wenn sich die AR.Drone merkwürdig verhält?“

Und die AR.Drone verhält sich für Piloten „merkwürdig“, wenn sie nicht mehr stabil in der Luft ist, von ihrer Position abdriftet oder sogar in eine Richtung rast bis sie an der Wand aufschlägt. Sie ist scheinbar kaputt.

Tatsächlich sind zwei der häufigsten Gründe für so ein „komisches Verhalten“ entweder die Lichtbedingungen oder manchmal auch der Untergrund selbst. Dazu muss man wissen wie die AR.Drone mit Hilfe der Bodenkamera stabilisiert.

So sieht die AR.Drone deinen BodenDie Bodenkamera der AR.Drone 2.0 hat zwar mit den 320×240 eine relativ schlechte Auflösung (QVGA) jedoch kann sie mit 60 fps (Bilder pro Sekunde) den Untergrund schnell nach markanten Punkten abgreifen und ihr Position dadurch ständig korrigieren.

Dazu benutzt sie verschiedene Algorithmen, die man sich gut mit dem Kantenfindungsfilter aus Grafikprogrammen wie Photoshop vorstellen kann.

Wie viele von euch bestätigen können funktioniert dies ganz gut bis hervorragend, es gibt jedoch wenige Situationen bei denen diese Stabilisierung über die Bodenkamera versagt und da kommen wir auch auf die Ursachen für das scheinbare „seltsame Verhalten“ der AR.Drone:

Schattenwurf – die AR.Drone „sieht“ ihren eigenen Schatten

Die AR.Drone hält sich am Schatten festBei künstlicher Beleuchtung in Innenräumen passiert es oft, dass die AR.Drone ihren eigenen Schatten unter sich „sehen“ kann.

Sie kann natürlich nicht wissen, dass dies ihr Schatten ist und verwendet auf den Schatten die gleichen Algorithmen um Kanten und Punkte zu finden an denen sie sich festhalten kann.

Durch Positionskorrektur verschiebt sie dann auch ihren Schatten und damit die Festhaltepunkte und das führt wieder zu einer Positionskorrektur. Es ist jetzt abhängig von der Art des Licht (und dadurch den Schattenwurf) ob sie dies in einer Endlosschleife durchführt bis sie an die nächste Wand knallt oder ob sie einfach nur in der Luft rumirrt.

Bewegende Untergründe wie hohes Gras oder Wasser

Wenn man verstanden hat wie die Stabilisierung der AR.Drone über die Bodenkamera funktioniert und dass der eigene Schatten Probleme macht ist es auch logisch warum bewegende Untergrunde wie hohes Gras oder Wasser, fahrende Autos oder Menschen aus größer Höhe einen ähnlichen Effekt haben können.

Wie beim Schattenwurf wird sich die AR.Drone auch an den Bewegenden Strukturen festhalten, ihre Position korrigieren und abdriften.

Smooth Stabilization aus Drone Control aktiviert

Seit ich die Funktion „Smooth Stabilization“ in Drone Control eingebunden habe gibt es manchmal auch noch eine weitere Ursache für Abdriftprobleme.

Wenn nämlich „smooth Stabilization“ aktiviert ist, dann soll die AR.Drone abdriften. Bitte dazu den Artikel was „Smooth Stabilization“ ist und wie es funktioniert lesen.

Die AR.Drone ist nicht oder nicht richtig getrimmt

Man sollte die AR.Drone zumindest einmal richtig „trimmen“. Trimmen bedeutet in diesem Fall dem Lagesensor zu zeigen wo oben und unten bzw was eine horizontale Position ist.

AR.Drone trimmenDazu stellt man die AR.Drone auf eine möglichst ebene Fläche, gut ist es die mit der Wasserwaage auszurichten und dann in den Einstellungen den „Flattrim“-Knopf bzw in Drone Control den „Drohne trimmen“-Knopf drücken und die AR.Drone dann für 2 Sekunden nicht bewegen.

Beitrag kommentieren

Download: AR.Drone Modell Setup Datei für Spektrum DX18 und DX18QQ

Anbei mein Modell Setup für die Spektrum  DX18 und DX18QQ der Parrot AR.Drone in Verbindung mit dem Mirumod.

AR.Drone und DX18 bzw DX18QQ Ihr kopiert die Datei auf die SD Karte eurer Fernbedienung und wählt über das System Menü -> Transfer SD -> Import Model und wählt die Datei dann aus.

Starten und Landen könnt ihr über den A-Schalter. Es gibt Flight Modi für Position Hold und Smooth Stabilization über den B-Schalter.

Die Modi sind außerdem schön benannt, ihr seht also den Flugzustand der AR.Drone im Display der Fernsteuerung.

Der Timer steht in meiner Beispieldatei auf 8 Minuten und wird automatisch mit dem Abheben über den A-Schalter gestartet und natürlich auch wieder gestoppt wenn man landet.

Ihr könnt die Modell Setup Datei im Forum downloaden, bitte die Datei als Ausgangspunkt für eigene Konfigurationen ansehen und sämtliche Funktionen vorher überprüfen, es ist nicht garantiert ob bei euch alles funktioniert.

Nach dem Einrichten des Mirumods sollte man die Failsafefunktion (d.h. wenn der Empfänger in der AR.Drone kein Signal mehr bekommt) in sicherer Höhe testen. Bringt dazu die AR.Drone ca. 1,50m vor euch zum schweben und schaltet den Sender aus. Wenn alles korrekt eingerichtet ist wird die AR.Drone selbständig landen.

Zum Download der Konfigurationsdatei

DJI Phantom Vision – technische Details und Preis

In den letzten Tagen sind viele technische Details rund um den DJI Phantom Vision bekannt geworden und die gängigsten Händler begannen ihn in ihren Onlineshops anzukündigen. Ich habe euch die wichtigsten Fakten zusammengefasst, Stellen bei denen es widersprüchliche Informationen gab, sind besonders gekennzeichnet.

dji-phantom-vision-preview

Was kann die Kamera vom Phantom Vision?

Die Kamera nimmt HD Videos in 1080p auf. Sie hat ähnlich wie die GoPro ein einstellbares „Field of View“, kann also auch im Weitwinkel aufnehmen und macht 14 Megapixel Fotos.

Sie ist ähnlich wie beim Dämpfungskit über 4 Gummis vom DJI Phantom Vision entkoppelt aufgehängt und kann über eine iPhone App geschwenkt werden.

Es ist derzeit nicht 100%tig klar ob die Kameraaufhängung von Vision ähnlich dem Zenmuse Gimbal funktioniert, also selbst-stabilisierend ist, oder ob man sie nur manuell schwenken kann. Die Aufhängung ist jedoch auch so nicht mit dem Zenmuse Gimbal zu vergleichen, da sie nur eine Achse hat.

 

Was bietet die App für den Phantom Vision?

Die App wird auf jeden Fall für Android und iOS verfügbar sein. Mit ihr sieht man das Live Kamerabild über einen WLAN Stream und hat Zugriff auf die Schwenkfunktion der Kameraaufhängung. Man sieht ständig einen künstlichen Horizont, die aktuelle Höhe, Entfernung zu sich selbst und die Geschwindigkeit.

Man kann damit per FPV fliegen, Fotos schießen und natürlich gleich alles online mit den Freunden teilen. Auf einer Karte kann man sehen wo man Fotos geschossen hat, was wirklich sehr praktisch ist.

Weiterhin gibt es eine Radarfunktion auf der man die Lage des Phantoms anhand eines Symbols sehen kann und eine Möglichkeit den Phantom selbst zu orten.

Wie steuert man den DJI Phantom Vision?

Beim neuen Phantom ist wieder ein 6 Kanal Plastik-RTF Sender dabei. Er ist äußerlich ähnlich der vom Phantom 1, aber mit einer zusätzlichen Halterung für Smartphones ausgestattet.

dji-phantom-vision-sender

Im Inneren hat sich jedoch einiges geändert. So funkt der Vision Sender jetzt nicht mehr auf dem 2.4GHz Frequenzband sondern benutzt wie viele FPV Kamerasysteme nun 5.8GHz für die Steuerung.

DJI geht diesen Schritt um Störungen durch WLAN Videoübertragungen aus dem Weg zu gehen, nur können sie die App sicher dazu anbieten.

Was kostet der DJI Phantom Vision?

Der offizielle Preis für Europa liegt bei 999.- Euro. Deutsche Modellbauseiten verlangen für den DJI Phantom Vision zwischen 999.- und 1099.- Euro. Lieferbar ist er noch nirgends, ein Vorabvergleich kann sich bereits jetzt schon lohnen.

Testvideo einer Vorabversion des DJI Phantom Vision von djiguys.com:

Beitrag kommentieren

Parrot AR.Drone 2.0 Elite Edition

Laut einer Pressemeldung von Parrot soll für November 2013 eine „Elite Edition“ der AR.Drone 2.0 verfügbar sein.

Ähnlich wie schon bei der Power Edition werden die Hüllen und Propeller anders eingefärbt und es als extra Paket neu verkauft. Wenn Parrot so weitermacht müssen wir noch lange auf die AR.Drone 3.0 warten.ar.drone elite edition

Die Elite Edition macht einen auf „Militär-Drohne“ und soll es in den Tarnfarben „Sand“, „Snow“ und „Jungle“ geben. Sie wird bei uns für 299.- Euro über den Ladentisch gehen.

Bei der „Sand“-Edition sind schwarze und beige Propeller, bei der „Snow“-Edition sind weiße und schwarze Propeller und bei der „Jungle“-Edition sind khaki und schwarze Propeller dabei.

Beitrag kommentieren

Anleitung: manueller Downgrade der AR.Drone Firmware

Grundsätzlich sollte man die AR.Drone mit der aktuellsten Firmwareversion betreiben, denn über die letzten Jahre gesehen wurde es durch Softwareupdates von Parrot insgesamt deutlich besser als schlechter.

Trotzdem kann es auch vorkommen, dass man das neue Update gerade eingespielt hat und plötzlich ein Problem mit der AR.Drone auftritt welches vorher nicht da war. Entweder lebt man damit bis zum nächsten Update oder man muss eine Version zurückzugehen. (d.h. ein „Downgrade“ der Firmware zu machen)

Parrots App erlaubt das leider nicht und nicht jeder kann oder will den bequemen Firmware Manager meiner Drone Control App benutzen. Dann bleibt nur noch der manuelle Downgrade und in diesem Artikel zeige ich euch wie das geht.

Zuerst besorgt ihr euch die Firmware Datei und legt sie auf den Desktop. Für die AR.Drone 1 ist das immer eine „ardrone_update.plf“ und für die AR.Drone 2 ist das immer eine „ardrone2_update.plf“.

downgrade1_wifi

Ihr verbindet euch mit dem WLAN Netzwerk der AR.Drone und bekommt automatisch über DHCP die Adresse 192.168.1.2 und die Mask 255.255.255.0 zugeteilt.

Die IP Adresse der AR.Drone ist 192.168.1.1 – ihr seht diese Adresse in den Einstellungen als „Router“.

Sollte aus irgendeinem Grund die automatische Vergabe nicht funktionieren, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass ihr die AR.Drone noch mit dem iPhone oder iPad „gepairt“ habt. In diesem Artikel könnt ihr nachlesen wie man den Unpair der AR.Drone durchführt.

downgrade2_netzwerk

Wenn das Netzwerk zwischen eurem Rechner und der AR.Drone steht könnt ihr Telnet öffnen und mit dem Befehl „telnet 192.168.1.1“ zur AR.Drone verbinden und sie wird euch mit der BusyBox Shell antworten.

Da die AR.Drone grundsätzlich nur Firmwareupdates erlaubt, müssen wir bei einem Downgrade der Firmware noch 2 Textdateien manipulieren. Der AR.Drone wird durch diesen kleinen Hack vorgetäuscht unser Downgrade sei in Wirklichkeit ein Update.

downgrade3_telnet

Wenn ihr Befehle über Telnet eingebt und sie mit drücken der „Enter“-Taste ausführt, bekommt ihr keine Antwort wenn alles korrekt war und es sonst nichts auszugeben gab. Ihr könnt mit den falschen Telneteingaben die AR.Drone völlig unbrauchbar machen, seid euch im Klaren darüber, dass ihr den manuellen Downgrade auf eigene Gefahr ausführt.

Nehmen wir an wir wollen von der Firmware 2.4.7 auf die Firmware 2.4.3 zurück. Die entsprechenden Zeilen um die Textdateien der AR.Drone zu manipulieren sind dann wie folgt:

echo 2.0.11 > /firmware/version.txt

echo 2.4.3 > /update/version.txt

Diese Zeilen funktionieren nur mit der AR.Drone 2. Solltet ihr ein Downgrade mit der AR.Drone 1 machen bitte die benötigten Zeilen in den Kommentaren erfragen.

Jetzt verbindet ihr euch mit eurem FTP Programm der Wahl auf der AR.Drone (also IP Adresse 192.168.1.1) und zwar auf dem Port 5551 und schiebt die Firmwaredatei hoch.

Die AR.Drone wird jetzt durch abstecken und erneutes anstecken des Akkus die Firmware einspielen. Bitte macht diesen Vorgang nur bei einem vollen Akku und gebt dem Installationsprozess genug Zeit.

Wird die Stromversorgung während dem Einspielen der neuen Firmware unterbrochen bootet die AR.Drone möglicherweise nicht mehr richtig und das Mainboard müsste getauscht werden.

 Beitrag kommentieren

Kauftipp: AR.Drone 2.0 kompatible USB Sticks

usbsticks_ardroneDie AR.Drone 2.0 erlaubt das bequeme Aufnehmen von Videos auf einen USB Stick.

Das ist eine tolle Funktion und sehr praktisch, es sei denn die AR.Drone hat mit dem verwendeten USB Stick ein Problem.

Wie einige Beiträge in unserem AR.Drone Forum beweisen ist die AR.Drone bei der Auswahl der USB Sticks leider etwas „zickig“ und müssen erst mit einem Trick zum laufen gebracht werden.

In unserem Amazon Partnershop findet ihr deshalb ab heute Kaufempfehlungen für AR.Drone 2.0 kompatible USB Sticks die ich selbst mit der AR.Drone verwende.

Es gibt die 4GB USB Sticks in verschiedenen Farben:  USB Sticks in unserem Partnershop anschauen.

Beitrag kommentieren

Fotos vom DJI Phantom Nachfolger: DJI Phantom Vision

Barry Blanchard hat auf seinem Blog ein paar schöne Fotos vom DJI Phantom Nachfolger „Phantom Vision“ veröffentlicht. Zu den Fotos vom DJI Phantom Vision geht es hier.

DJI Phantom Vision

Man soll den DJI Phantom Vision ab November 2013 kaufen können, ein Preis ist nach wie vor nicht bekannt. Wie man auf den Fotos sehen kann kommt der Vision mit einem richtig dicken Akku, einer bereits entkoppelten Kamera und einer App die FPV, ähnlich wie bei der AR.Drone, ermöglicht.

Beitrag kommentieren

App-Empfehlung: Reichweite oder Entfernung messen

Mit der iOS App Luftlinie kann man schnell und einfach die Entfernung von der eigenen Position zu beliebigen Punkt auf der Karte messen.

Nähere Punkte auf der Karte kann werden in Meter und entferntere Punkt auf der Karte werden in Kilometern gemessen. Die App ist als „universal App“ sowohl auf dem iPhone als auch auf dem iPad benutzbar.

Geschrieben habe ich die App ursprünglich um die Reichweite meines FPV Sets für den DJI Phantom zu testen, danach für so praktisch befunden, dass sie vielleicht auch für andere Piloten nützlich sein kann.

Ihr könnt mit der App eigene Reichweitentests durchführen oder sonstige Entfernungen messen, ihr benötigt lediglich einen Anhaltspunkt auf der Karte. Schaut nach wie weit das WLAN der AR.Drone reicht, wie weit ein Baum von euch entfernt ist, oder wieviel Luft zur nächsten Hochspannungsleitung ist.

Screenshots, die zeigen wie einfach es ist, mit der App eine Strecke zu messen:

screen322x572-1screen322x572

App in iTunes öffnen

Beitrag kommentieren

Neue Mainboards für die AR.Drone 2.0

Altes Mainboard der AR.Drone mit 9 poligem seriellen Port

Altes Mainboard

In den letzten Tagen haben sich die Gerüchte bestätigt: Parrot hat ohne Ankündigungen die Layouts der Mainboards geändert.

Es gibt derzeit noch keine verlässlichen Informationen ob oder was genau die Änderungen bewirken.

Viele neuere Mainboards sind mit der Power Edition der AR.Drone gesehen worden, deshalb sah es so aus als hätte die Power Edition andere Hauptplatinen.

Das ist jedoch nicht so, inzwischen sind auch Power Editions aufgetaucht mit dem alten Mainboard und normale AR.Dronen mit der neuen Hauptplatine.

Neues Mainboard der AR.Drone mit 5 poligem seriellen Port

Neues Mainboard, Danke an Lubi7482

Die offensichtlichste Änderung an den neuen Platinen der AR.Drone ist der serielle Anschluss. Ältere Versionen hatten einen 9 poligen Port und die Neueren jetzt einen 5 poligen Port.

Interessant wird diese Änderung erst wenn man den Miromod benutzt, der passt nämlich dann nicht mehr. Patrick Bitton (Trans-island) bietet inzwischen kostenlose Adapter an, natürlich nur wenn man ihn auch bei ihm gekauft hat 😉

Wer sonst sich einen Mirumod kauft oder einen selbst baut, schaut besser vorher nach welchen seriellen Port er bei seiner AR.Drone hat.

Beitrag kommentieren